„Tierecke“ hilft

Ukraine-Krieg: Viele flüchten mit ihren Haustieren

Tierecke
01.03.2022 09:21

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine schockiert derzeit ganz Europa und hinterlässt jetzt schon viele Opfer. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht. Darunter sind auch zahlreiche Tierbesitzer, die ihre Lieblinge auf keinen Fall zurücklassen wollen.

Die Bilder aus der Ukraine brechen einem das Herz: Senioren, Frauen und Kinder drängen sich in U-Bahn-Stationen dicht aneinander, verstecken sich vor den Angriffen der russischen Armee. Die Männer sind währenddessen aufgerufen, das Land zu verteidigen. Viele versuchen, so schnell wie möglich zur Grenze zu gelangen, um die Gefahrenzone zu verlassen. Neben dem unfassbaren menschlichen Leid fällt auf: Viele halten ihre Haustiere fest umklammert. Sie hatten es nicht übers Herz gebracht, ihre Vierbeiner zurückzulassen.

Und so kommt es, dass Bilder von Tieren als Kriegsopfer derzeit um die Welt gehen. Neben Hunden und Katzen aus Privathaltung sind auch Streuner, Vierbeiner in Tierheimen und die Exoten in den Zoos direkt vom Angriff der Russen betroffen. So manche NGO bringt derzeit gezielt Futter- und Sachspenden ins Land, andere bemühen sich darum, so viele Vierbeiner wie möglich aus der Ukraine zu holen.

Das ist gar nicht so einfach - denn während aufgrund der akuten Not die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für Menschen rasch vereinfacht worden waren, gelten für Haustiere zum Teil noch die üblichen, recht strengen Regeln, die in friedlichen Zeiten auch vollkommen angebracht sind. Für ukrainische Tierbesitzer bedeutet das aber, dass sie nicht jede Grenze mit ihrem Liebling überqueren können, aus Verzweiflung setzen viele von ihnen ihre Fellnase dann aus. Auch so manche Flüchtlingsstelle verweigert die Unterbringung von Hunden und Katzen.

Polen und Rumänien sind zwei der Länder, welche die Bestimmungen zur Einfuhr von Haustieren aus der Ukraine in die EU gelockert haben Auch Ungarn dürfte derzeit „ein Auge zudrücken“, wenn man Berichten aus dem Grenzgebiet Glauben schenken kann. Tierschützer fordern, dass andere Länder diesen Beispielen folgen. Die Europäische Kommission hat ihren Mitgliedstaaten bereits offiziell empfohlen, möglichst viele Hürden für ukrainische Flüchtlinge abzubauen, auch in Bezug auf das Reisen mit Haustieren. Die Menschen sollen „eine Sorge weniger“ haben, so heißt es.

Erlass auch in Österreich bereits in Kraft
Auf Nachfrage der „Krone Tierecke“ reagierte das zuständige Ministerium in Österreich blitzschnell - auch ohne Papiere dürfen die Vierbeiner mit ihren Besitzern ab sofort über die Grenze kommen.

Entenfellner: „Wir müssen handeln!“
„Krone“-Tierexpertin Maggie Entenfellner zeigt sich betroffen: „Wir müssen den Menschen in dieser ohnehin schon schwierigen Situation sofort helfen. Jeder von uns weiß, dass man sein geliebtes Tier unter keinen Umständen zurücklassen will. Dieser Krieg ist eine Katastrophe und wir müssen jetzt zusammenhalten!“ Sie sagte daher umgehend eine Spende von 10.000 Euro zu, die von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ für die Hilfe direkt vor Ort verwendet wird. Aber damit noch nicht genug:

So hilft die „Krone Tierecke“
Die „Krone Tierecke“ nimmt Vierbeiner von geflüchteten Menschen aus der Ukraine vorübergehend auf, falls diese keine tierfreundliche Unterkunft finden. Dadurch soll die große Belastung zumindest ein klein wenig gemildert werden. Lassen Sie uns wissen, wenn Sie jemanden kennen, der diesbezüglich Hilfe benötigt! Tel.: 05 7060 23317, tierecke@kronenzeitung.at

Für alle tierlieben Leser, die ebenfalls helfen möchten, haben wir ein eigenes Spendenkonto eingerichtet: IBAN AT20 1200 0097 0632 7511 auf Verein 
„Freunde der Tierecke“, Kennwort: Tierhilfe Ukraine.

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