Di, 16. Oktober 2018

Auf Aufstiegskurs

20.05.2011 22:18

Admira dreht 1:3 auf 5:3-Sieg gegen Austria Lustenau

Admira Wacker hat sich am Freitagabend in der vorletzten Runde der Ersten Liga zwar noch nicht den vorzeitigen Aufstieg sichern können, aber einen wichtigen Schritt Richtung tipp3-Bundesliga gemacht. Die Niederösterreicher drehten dabei ein zwischenzeitliches 1:3 gegen Austria Lustenau auf 5:3 und bleiben damit weiterhin drei Punkte vor Altach, das gegen den FC Lustenau 4:2 gewann.

Admira Wacker - Austria Lustenau 5:3
Erst nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber vor knapp 7.000 Zuschauern bei freiem Eintritt auf. Nach einem Jezek-Freistoß, an dem Austria-Lustenau-Tormann Mendes vorbeiflog, scheiterte Ledezma an der Stange (16.). Auch mit einem aufgesetzten Cemernjak-Fernschuss hatte der Gäste-Keeper arge Probleme, ehe er ihn noch mit Glück in den Corner abwehrte (24.). Sulimani, der zunächst nach Toth-Pass aus kurzer Distanz an Mendes gescheitert war (41.), brachte die Admira dann aber doch noch knapp vor dem Pausenpfiff in Führung.

Zur Pause lag die Admira damit klar auf vorzeitigem Aufstiegskurs. Doch nach einer Unachtsamkeit kassierten die Niederösterreicher den Ausgleich: Zech flankte unbedrängt auf den von der Admira-Abwehr sträflich vernachlässigten Dursun Karatay, der mit seinem siebenten Saisontor auf 1:1 stellte (51.). Danach zeichneten sich auf beiden Seiten die Torleute bei hundertprozentigen Chancen von Sulimani (57.) bzw. Soares (59.) aus, ehe es für die Hausherren noch schlimmer kam. Nach einem Karatay-Eckball zog Zech von der Strafraumgrenze ab und via Außenrist vom mit dem Rücken zum Tor stehenden Stückler landete der Ball unhaltbar für Berger im Netz. Nur acht Minuten später verwertete Micic eine weite Idealflanke von Zech zum 3:1 für die Gäste, womit die Vorentscheidung gefallen schien.

Doch nur etwas mehr als 120 Sekunden später gelang Daniel Toth mit einem Schuss von der Strafraumgrenze der schnelle Anschlusstreffer, der eine unglaubliche Schlussoffensive der Admira einleitete und dem Spiel noch die entscheidende Wende gab. Nach einem Gestochere besorgte Stefan Schwab den Ausgleich, ehe in der Nachspielzeit Jezek mit einem Volleyschuss nach Schicker-Flanke und erneut Sulimani nach einem Konter zuschlugen und das Stadion in ein Tollhaus verwandelten. Im letzten Spiel bei der Vienna genügt Admira schon ein Punkt zum Aufstieg.

FC Lustenau - SCR Altach 2:4
Lustenau-Trainer Hans Kogler verzichtete auf Mittelfeldspieler Harun Erbek und Innenverteidiger Christoph Schösswendter, deren Wechsel nach Altach zu Wochenbeginn bekannt gegeben wurde. Ohne das Duo gerieten die Heimischen in den ersten Minuten unter Druck und durch den 13. Saisontreffer von Unverdorben auch in Rückstand (12.). Altach gelang es allerdings nicht, trotz einiger Möglichkeiten die Führung auszubauen.

Mit der ersten Offensivaktion der Lustenauer wurde die Rechnung präsentiert. Seeger gelang mit seinem 18. Saisontor der Ausgleich, wobei Torhüter Kobras keine gute Figur machte (30.). Ademi brachte Altach zu Beginn der zweiten Hälfte neuerlich in Führung (47.), die Gäste vergaben aber so wie in der ersten Hälfte einige Chancen, den knappen Vorsprung auszubauen. Schöpf gelang in der 70. Minute sogar der Ausgleich. Doch im Finish schossen Guem (83.) und Ademi (93.) Altach doch noch zum Sieg.

SKN St. Pölten - WAC/St. Andrä 6:2
Gotal brachte den WAC/St. Andrä mit 1:0 in Führung und weckte damit die Heimischen auf. Rödl (30.) und Thürauer nach einer schönen Aktion (33.) drehten mit einem Doppelschlag die Partie, in der beide Mannschaften zum Ärger der Trainer auf konsequente Defensivarbeit wenig Wert legten. Nach dem Ausgleich durch Zakany (40.) sorgten Torjäger Wojtanowicz bei seinem Abschiedsspiel am Voith-Platz (43.) und Ambichl (45.) mit einem weiteren Doppelschlag für die Pausenführung der St. Pöltener.

In der Schlussphase des Spiels machten die nunmehr seit acht Spielen ungeschlagenen Niederösterreicher endgültig alles klar. Fröschl (70.) und Brandl per Elfmeter (88.) fixierten den Endstand und sorgten dafür, dass der SKN erstmals in der Ersten Liga sechs Tore erzielte.

TSV Hartberg - Vienna 2:0
Nach wenig durchschlagskräftigen Angriffsbemühungen beider Teams zu Beginn ging Hartberg vor der Rekordkulisse von 2.400 Zuschauern durch einen sehenswerten Treffer von Omladic in Führung. Der Mittelfeldspieler traf nach einer halben Stunde aus über 30 m Entfernung.

Die Vienna vermochte auch nach der Pause nicht zu überzeugen. Die Hartberger waren zunächst näher am zweiten Treffer dran, Friesenbichler (64.) und Domoraud (65.) vergaben jedoch zwei Großchancen. Für die Wiener war lediglich der eingewechselte Stanisavljevic (70.) mit einem Weitschuss wirklich gefährlich. Friesenbichler sorgte aber drei Minuten vor dem Ende nach einem Konter und Vorlage von Schober doch noch für das erlösende 2:0 der Gastgeber.

FC Gratkorn - SV Grödig 1:3
Die 600 Zuschauer in Gratkorn bekamen vor der Pause zumeist nur Mittelfeldgeplänkel geboten. Die Steirer versuchten zwar ihr Möglichstes für den dringend nötigen Heimsieg, gerieten aber durch ein Eigentor von Perchtold unglücklich in Rückstand. Der Abwehrspieler beförderte den Ball in der 25. Minute bei einer Rettungsaktion über die Linie. Kurz nach der Pause hätte Ouedraogo bereits beinahe für das 0:2 gesorgt. Der Grödig-Stürmer traf in der 51. Minute aus fünf Metern jedoch nur die Stange, holte den Treffer zwölf Minuten später nach Drechsel-Flanke aber nach.

Damit schien die Vorentscheidung gefallen, Parapatits (68.) nützte aber wenig später einen Fehler der Grödig-Abwehr zum Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es aber nicht mehr, denn in der Schlussphase erhöhte Jukic (81.) aus einem Elfmeter auf 3:1. Kasalo hatte den eingewechselten Viana im Strafraum gefoult und war dafür wegen Torraub auch ausgeschlossen worden. Wegen Kritik musste außerdem auch noch Gratkorn-Kapitän Gsellmann mit Gelb-Rot vom Platz.

Die Ergebnisse:
SKN St. Pölten - RZ WAC/St. Andrä 6:2 (4:2)
FC Lustenau - SCR Altach 2:4 (1:1)
TSV Hartberg - Vienna 2:0 (1:0)
FC Gratkorn - SV Grödig 1:3 (0:1)
FC Admira - Austria Lustenau 5:3 (1:0)

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