20.02.2022 19:00 |

„Krone“-Interview

Kufsteins Bürgermeister peilt dritte Amtszeit an

In Tirols zweitgrößter Stadt, in Kufstein, peilt Bürgermeister Martin Krumschnabel mit vielen Ideen und trotz sieben Gegenkandidaten die dritte Amtszeit an.

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„Krone“: Bürgermeister Martin Krumschnabel und seine Liste „Die Parteifreien“ wollen, wie man in Ihrem Programm nachlesen kann, Kufstein fit für das Heute und Morgen machen. Welche Kernpunkte benötigen demnach in der kommenden Legislaturperiode besondere Aufmerksamkeit?
Martin Krumschnabel: Umwelt, Bildung, das Konzept „Pflege Neu“, die Sanierung und der Ausbau der Sportanlagen – wie das „Grenzlandstadion“. Auf dem Areal soll zudem eine Jugendherberge entstehen, auch die Eishalle wird ganzjährig nutzbar gemacht, inklusive einer Kegelanlage. Wir wollen auch die Kulturszene komplementieren – im Bereich des Jazz und der Literatur, inklusive einer lokalen Buchmesse.

Weitere fordernde Aufgaben sind leistbares Wohnen, aber auch die Schaffung von Eigentumswohnungen. Wie sieht es hier derzeit aus?
Die im Land bekannten Wohnbaugesellschaften stellen auf unseren Wunsch derzeit etliche Eigentumswohnungen bei derzeitigen Wohnbauprojekten zur Verfügung. Wobei ich mit allen im Land Beteiligten in Bälde einen Wohnbaugipfel initiieren möchte.

Kufstein geriet nicht nur als das lustige „Städtchen am grünen Inn“ in das Interesse der Öffentlichkeit. Gewaltverbrechen, Drogenproblematik und vom Ausland gesteuerter Rechtsextremismus („Graue Wölfe“) waren ebenfalls bestimmende Themen.
In Fällen der Kriminalität stehen wir immer im Austausch mit der Bundespolizei. Denen wir auch Plätze bekannt gaben, wo Drogenhandel stattfindet. Die Drogenberatung findet weiterhin in Wörgl statt, unsere Jugendarbeiter wurden aber geschult. Im Bereich der „Grauen Wölfe“ ist es nach der massiven Medienberichterstattung sehr ruhig geworden, wir haben aber gerade im Bereich von Veranstaltungsanmeldungen ein Auge darauf.

Ihre Liste fuhr 2016 einen Sieg mit zehn Mandaten im 21-köpfigen Gemeinderat ein. Sie selbst erreichten mit 63 Prozent das Amt des Gemeindeoberhauptes. Jetzt stellen sich sieben Bürgermeisteranwärter und neun Listen gegen Sie auf. Ihr Ziel?
Ich strebe definitiv eine dritte Amtszeit an. Wir haben ein umfangreiches Programm, welches wir in den kommenden sechs Jahren abarbeiten wollen.

Zur Person

Der 59-jährige Rechtsanwalt Martin Krumschnabel ist Vater von drei Kindern und mit der Kindergartenpädagogin Andrea verheiratet. In der Gemeindepolitik ist er seit 2001 tätig. Das Amt des Bürgermeisters hat er seit 2010 inne.

Können Sie sich heute schon vorstellen, mit welcher Liste Sie nach dem 27. Februar gerne zusammenarbeiten würden?
Positive Signale kamen von Thomas Krimbacher („Wir Kufsteiner – Volkspartei“), der von sich aus auf mich zukam und auf Kooperation setzt. Die anderen Listen kritisieren nur und kommunizieren falsche Behauptungen.

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