Keine Spa-Farce mehr

Neue Regeln! FIA beschließt Ende von Chaos-Rennen

Formel 1
14.02.2022 22:42

Der Automobil-Weltverband FIA hat die Konsequenzen aus dem umstrittenen WM-Finale der vergangenen Formel-1-Saison gezogen und „strukturelle Veränderungen“ angekündigt. Ein Chaos-Renne wie Spa-Francorchamps soll es demnach nicht mehr geben! Wie die Formel-1-Kommission nach ihrem Treffen am Montag in London mitteilte, wird in den nächsten Tagen ein Aktionsplan veröffentlicht. 

Im Rückblick auf den Abbruch des chaotischen Regenrennens in Spa-Francorchamps beschloss die Kommission einige Änderungen im Reglement. Punkte gibt es in Zukunft nur noch, wenn mindestens zwei Runden ohne das Safety Car oder das virtuelle Safety Car absolviert wurden. Auch die Regel, die halbe Punkte vorsieht, wurde verändert.

Lewis Hamilton und Mohammed Ben Sulayem (Bild: AP, krone.at-grafik)
Lewis Hamilton und Mohammed Ben Sulayem

Neues Punktesystem
Ein neuer Schlüssel sieht eine modifizierte Punktverteilung bei einem Rennabbruch vor: Wurden weniger als 25 Prozent der Renndistanz absolviert, bekommen nur die Top 5 Punkte: 6, 4, 3, 2, und einen Zähler. Halbe Punkte werden nicht mehr vergeben. Bei mehr als 25, aber weniger als 50 Prozent Renndistanz wird die Wertung auf neun Fahrer ausgeweitet. Das Schema da: 13, 10, 8, 6, 5, 4, 3, 2, 1. Die dritte Abstufung erfolgt bei mehr als 50, aber weniger als 75 Prozent des Rennes, Dann gibt es für die besten zehn Fahrer folgende Punkte: 19, 14, 12, 9, 8, 6, 5, 3, 2, 1.

Hintergrund der Entscheidung war offenbar der umstrittene Rennausgang in Spa. Max Verstappen bekam als Sieger des verregneten Laufs 12,5 WM-Punkte, obwohl es keinen Rennbetrieb gegeben hatte - halbe Punkte wird es künftig aber nicht mehr geben.

Max Verstappen (Bild: Associated Press)
Max Verstappen

Entscheidung am 18. März
Die Vorgänge beim Chaos-Finale am 12. Dezember 2021 in Abu Dhabi, aus dem Red-Bull-Pilot Max Verstappen als Weltmeister hervorging, wurden seit gut einem Monat aufgearbeitet. Die Erkenntnisse daraus gehen in die Analyse des neuen FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem ein, der auch bei dem Meeting in London dabei war. Entscheidungen darüber sollen am 18. März bei einer Sitzung des World Motor Sport Council in Bahrain vor dem Auftakt der Rekordsaison mit 23 Rennen getroffen werden.

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(Bild: KMM)



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