Aufregung um den ersten erfolgreichen Skispringer der Türkei! Fatih Arda Ipcioglu hatte bei einem TV-Interview am Samstag mit Skiern und Helm offenbar klar Stellung gegen die Olympischen Spiele in Peking bezogen.
Mit einem Halbmond und einem Stern auf blauem Grund ließ er seine Sprungski bedrucken - es ist die Flagge von Ost-Turkistan, der Heimat der Uiguren, einer muslimischen Minderheit in der Region Xinjiang. Auch sein Helm trägt bei Olympia ein ähnliches Zeichen.
Die Reaktionen auf Twitter waren vielfältig. „Lieber Bruder Fatih Arda İpcioğlu, vielen Dank, dass Sie sich für die Menschen in Ostturkestan einsetzen. Wir #Uyghurs wissen Ihren Mut sehr zu schätzen. Sie haben Ihre Solidarität mit den Uiguren vor dem mörderischen Chinese-Regime gezeigt“, schreibt ein User über das Video vom TV-Interview mit Ipcioglu.
Folter und Misshandlungen
Menschenrechtlern zufolge sind für die Winterspiele in Peking Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die chinesische Verantwortliche als „Fortbildungseinrichtungen“ beschrieben haben. Es gibt Berichte über Folter, Misshandlungen und ideologische Indoktrinierung in den Lagern.
Ipcioglu hatte beim Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf als erster Türke die Qualifikation geschafft und mit Rang 29 sogar die ersten zwei Weltcup-Punkte für sein Land geholt.
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