Wohnhaus in Bad Aussee

Impfkritik mit NS-Bezug: Ermittlung wegen Plakaten

Steiermark
03.02.2022 14:40

Mehrere Plakate in Fenstern eines Wohnhauses in Bad Aussee in der Steiermark haben nun das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) auf den Plan gerufen: Die Staatsanwaltschaft Leoben hat nach einer ersten Prüfung Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Verbotsgesetz eingeleitet. Es geht um Plakate, auf denen, in ähnlicher Schrift wie über dem Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz, steht: „Impfen macht frei“.

Durch ein anderes Fenster ist ein Bild der Widerstandskämpferin Sophie Scholl zu sehen. Dabei steht: „Der größte Schaden entsteht durch die schweigende Mehrheit, die nur überleben will, sich fügt und alles mitmacht.“ Gleich darunter ist zu lesen: „Erschreckend, dass du es zulässt, dass sich die Geschichte wiederholt.“ Auf einem weiteren Plakat steht: „Das hatten wir doch schon mal - Juden werden hier nicht bedient (1934), Ungeimpfte werden hier nicht bedient (2021).“

Urlauber erstattete Anzeige
Ein deutscher Urlauber hat auf die Sache aufmerksam gemacht und Anzeige bei der Polizei erstattet, daraufhin wurde auch die Staatsanwaltschaft Leoben aktiv. Ende der vergangenen Woche hat der Besitzer des Hauses die Plakate dann abgehängt.

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