14.01.2022 10:00 |

Hohe Zahlen

Omikron legt Salzburgs Tracing und Labore lahm

Die Prognose von den Pandemie-Experten tritt nun ein - die Positiv-Zahlen explodieren. Die vielen positiven Fälle fordern Gesundheitsbehörden und Testlabore. Experte Richard Greil rechnet außerdem mit einem massivem Patienten-Anstieg im Spital.

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Die strengeren Regeln für Omikron-Kontaktpersonen sind nun den explodierenden Covid-Fallzahlen zum Opfer gefallen. Denn ab sofort werden Corona-Kontaktpersonen von den Salzburger Gesundheitsbehörden weder kontaktiert, noch abgesondert. „Es heißt jetzt Prioritäten setzen, denn selbst bei vollem Aufgebot der Kräfte können auch nahe Kontaktpersonen nicht mehr behördlich abgesondert werden“, sagt Peter Schinnerl, Leiter des Covid-Managements des Landes.

Geht es nach den Behörden, soll der Infizierte selbst seine Kontaktpersonen informieren. Auch ob eine Kontaktperson weiter in die Arbeit gehen soll, muss der Betroffene laut dem Land selbst mit seinem Arbeitgeber abstimmen.

12.643 Salzburger sind zurzeit mit dem Coronavirus infiziert – der Großteil von ihnen mit der Omikron-Variante. Mit einer Inzidenz von 1747 ist Salzburg mit Abstand österreichweiter Spitzenreiter.

Das PCR-Ergebnis kann jetzt 30 Stunden dauern
Das Infektionsgeschehen ist in ganz Salzburg hoch - besonders im Pongau und im Lungau (siehe Grafik). Salzburgweit haben 90 der 119 Gemeinden einen Inzidenz-Wert von über 1000. 

Dadurch steigt auch die Positiv-Rate bei den PCR-Tests. Das stellt die Labore – wie schon im November – vor große Herausforderungen. So sollten Testwillige ab sofort wieder mehr Zeit für die Auswertung einplanen – nach 30 Stunden sollten die PCR-Ergebnisse jedoch vorliegen.

In den Spitälern ist die Lage zurzeit noch stabil - die Betonung liegt hier aber auf dem Wort „noch“. So rechnet SALK-Primar Richard Greil bis Mitte nächster Woche mit einem massiven Patienten-Anstieg. „Omikron ist definitiv in der Lage, unser Gesundheitssystem hochgradig zu gefährden“, sagt der Mediziner.

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