10.01.2022 08:41 |

Drama in Argentinien

Lawinenopfer wartete stundenlang auf Bergretter

Nach dem Lawinenunglück im Mount Fitz Roy-Massiv in Argentinien wurden neue Details zu dem Drama bekannt, bei dem eine Villacherin schwer verletzt wurde. Die Gruppe war ohne Kommunikationsmittel und bei schlechtem Wetter unterwegs. Dadurch verloren Bergretter wertvolle Zeit bei der Suche nach den Opfern.

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Die gebürtige Villacherin Anna T. (28) liegt mit schwersten Verletzungen im Spital von El Calafate. Ihr deutscher Freund Robert G. (32) ist tot. Eine Lawine aus Geröll und Schnee zerstörte am Donnerstag im Bereich des Mount Fitz Roy das junge Glück. Der Leichnam des Deutschen konnte bisher nicht geborgen werden.

Aufstieg bei schlechtem Wetter
Anna T. und Robert G. hatten sich mit einem weiteren deutschen Alpinisten in Richtung Gipfel aufgemacht. „Sie sind bei nicht perfektem Wetter gestartet. Die Tage zuvor gab es Sturm und Schneefall. Der Schnee war noch frisch und dadurch dürfte sich die Lawine gelöst haben“, erzählt die Bergretterin Carolina Codó dem argentinischen Nachrichtendienst Telam. Das junge Paar wurde verschüttet.

Ohne Kommunikationsmittel unterwegs
Weil die drei Alpinisten weder Funkgerät noch Satellitentelefon bei sich hatten, musste der unverletzte Deutsche zwei Stunden zu einer Hütte marschieren, um Hilfe zu holen. Erst in den späten Abendstunden fanden dann die Retter Anna T. in den Schneemassen. Wie Codó weiter berichtet, hatten die Alpinisten sich nicht im Nationalpark Los Glaciares registiert, in dem sich der Mount Fitz Roy befindet. „Dadurch wurde die Suche nach den Opfern zusätzlich erschwert und hat uns wertvolle Zeit gekostet“, meint die Bergretterin.

Nach Angaben der Ärzte liegt die Kärntnerin noch auf der Intensivstation. Ihr Zustand ist stabil.

 Kärntner Krone
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