28.12.2021 18:04 |

Immer mehr Fälle

Variante am Vormarsch: Was man bisher darüber weiß

Ob als Welle oder Wand: Die neue Variante ist auf dem Vormarsch. 1831 Fälle der neuen Virusvariante - bestätigt durch PCR-Tests oder Gensequenzierung - wurden in Österreich laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bisher verzeichnet. Täglich werden es mehr, mit Stand Montag waren es 1697 Fälle. Allein vergangene Woche (KW 51) wurden im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) 1345 Fälle verzeichnet, in der Woche davor nur 384. Die gute Nachricht: Impfen schützt, aber nur mehrfach.

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Mit Abstand die meisten Fälle wurden in Wien verzeichnet. 1330 waren es Stand Dienstagnachmittag laut dem Büro des Gesundheitsstadtrats, berichtet der „Standard“. Damit haben sich die Fälle in der Bundeshauptstadt innerhalb von zwei Tagen mehr als verdoppelt, seit Sonntag dominiert Omikron hier bereits das Infektionsgeschehen.

Dahinter folgen Niederösterreich mit 172 bestätigten Omikron-Fällen und Salzburg mit 151. In Oberösterreich gab es 144 Ansteckungen mit Omikron, dahinter folgen Tirol (94), Vorarlberg (48) und das Burgenland (24). Die wenigsten Fälle gab es laut EMS-Falldatenstand in Kärnten (19). Die Zahlen verdeutlichen, mit welch rascher Geschwindigkeit die Omikron-Variante ausbreitet: Ende November (KW 47) gab es österreichweit nur sechs Fälle.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Omikron im Überblick:

Schützt die Zweifach-Impfung vor Omikron?
Der Schutz vor schwerer Erkrankung dürfte vielen Experten zufolge mit vollständiger Impfung auch bei Omikron erhalten bleiben. Die Hersteller Biontech/Pfizer werteten zwei Impfstoff-Dosen als nicht ausreichenden Schutz vor einer Infektion. Eine Studie aus Großbritannien ergab, dass die Wirksamkeit 15 Wochen nach der zweiten Dosis Biontech auf 34 Prozent sinkt. Auch Menschen, die mit zwei Dosen AstraZeneca geimpft worden waren, hatten keinen Schutz mehr.

Wirkt der dritte Stich?
Ja. Zwei Wochen nach einer Booster-Impfung stieg die Effektivität bei Biontech/Pfizer sowie AstraZeneca auf über 70 Prozent. Eine Auffrischungsdosis mit Moderna erhöht die Immunabwehr nach Herstellerangaben deutlich. Im Vergleich zu einer Zweifach-Impfung sei der neutralisierende Antikörperspiegel nach einem Booster um das rund 37-Fache gestiegen, so das Unternehmen.

Warum wird auch ein vierter Stich empfohlen?
Mit der Auffrischimpfung können Antikörperspiegel zwar wieder angehoben werden, trotzdem sind bereits Omikron-Fälle bei dreifach Geimpften bekannt. Auch dieser Schutz lasse mit der Zeit nach, erklären Virologen.

Was ist mit sogenannten Totimpfstoffen?
Eine erste Studie - nur mit 50 Teilnehmern - macht wenig Hoffnung: Bei mit dem chinesischen CoronaVac Immunisierten entwickelte kein einziger Proband Antikörper gegen Omikron.

Wann wird es eigene Omikron-Impfstoffe geben?
Die Impfstoffhersteller Biontech und Moderna arbeiten nach eigenen Angaben an angepassten Vakzinen. Sie sollen frühestens im zweiten Quartal 2022 zur Verfügung stehen.

Sind Medikamente gegen Omikron wirksam?
Die kürzlich entwickelten antiviralen Medikamente Molnupiravir und Paxlovid würden ersten Studien zufolge auch bei Omikron wirken. Bei monoklonalen Antikörpern, die als frühe Therapie bei Symptomen eingesetzt werden, könnte die Wirkung negativ beeinflusst werden.

 Kronen Zeitung
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