25.12.2021 11:35 |

Blutbad an Highschool

Vorwurf: „Eltern des Schulschützen taten nichts“

Die Staatsanwaltschaft hat den wegen Totschlags angeklagten Eltern des 15-Jährigen, der an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan vier Menschen erschossen haben soll, erneut schwere Vorwürfe gemacht. „Die Angeklagten waren in einer besseren Position als jeder andere auf der Welt, um diese Tragödie zu verhindern, aber sie haben es nicht getan“, hieß es in einem Gerichtsdokument. „Anstatt sich um ihren Sohn zu kümmern und ihm zu helfen, kauften sie ihm eine Waffe.“

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Der 15-Jährige hatte nach Polizeiangaben Anfang Dezember in seiner Highschool in Oxford nördlich von Detroit mit der Waffe, die sein Vater erst Tage zuvor gekauft hatte, vier Mitschüler getötet. Zudem verletzte er sechs Schüler und eine Lehrerin. Die Anklage geht von einer vorsätzlichen Tat aus. In einem seltenen Schritt erhob die Staatsanwaltschaft auch Anklage gegen die Eltern des minderjährigen Todesschützen.

„Dieser Fall ist auch insofern einzigartig, als die Angeklagten am Tag der Schießerei vorsätzlich die eindeutigen Beweise dafür missachteten, dass ihr Sohn eine ernsthafte Gefahr für andere Schüler darstellte“, so die Staatsanwaltschaft.

Fluchtgefahr
Sie reagierte damit auf einen Antrag der Eltern, die Höhe der Kaution zu ändern. Diese war auf jeweils 500.000 US-Dollar (rund 442.100 Euro) festgelegt worden. Die Fluchtgefahr sei aktuell sogar noch größer als zum Zeitpunkt der Anklageerhebung. Das Paar sei mit den Zahlungen für sein Haus im Rückstand und habe „bereits gezeigt, dass es fliehen wird, wenn es die Gelegenheit dazu bekommt“.

Die US-Polizei hatte die flüchtigen Eltern damals erst nach eintägiger Fahndung gefasst.

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