Stadtstraßen-Protest

Besetzer üben bereits Anketten auf der Baustelle

Der Druck auf die Baustellen-Besetzer vonseiten der Stadt wächst. Aber auch die Anzahl ihrer Unterstützer. So wurden von Global 2000 und dem Verkehrsclub Österreich nicht nur alternative Verkehrskonzepte zur Stadtstraße präsentiert, auch die Besetzung weitete sich auf ein Haus in Eßling aus.

Die Besetzer der Baustelle für die Stadtstraße richten sich weiter auf dem Areal ein. Dabei lassen sie sich auch nicht von der Androhung von Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe vonseiten der Stadt einschüchtern. Im Gegenteil, die Unterstützung für die Klimaaktivisten wächst stetig - von zahlreichen Menschenrechts- und Umweltorganisationen bis zu namhaften Wissenschaftern.

Klimaziele nicht mit Stadtstraße vereinbar
Dabei machen alle deutlich: Die Wiener Klimaziele sind mit dem Bau der Stadtstraße nicht vereinbar. Das sieht auch der Verkehrsclub Österreich so, der am Donnerstag gemeinsam mit GLOBAL 2000 Alternativkonzepte, wie eine Gemeindestraße mit Straßenbahnschienen, Fuß- und Radwegen sowie Kreuzungen statt einer „überdimensionierten Autobahn“, vorschlug.

Besetztes Haus in Eßling
Und auch vor Ort werden die Besetzer wieder mehr. „Anscheinend bereiten sie sich schon mit speziellen Tripods zum Anketten auf eine mögliche Räumung vor“, erzählt ein Wiener. In Essling wiederum wurde aus Solidarität ein leer stehendes Haus von Aktivisten besetzt. Diese lassen das Argument der Stadt, die Besetzer würden den Bau von leistbaren Wohnungen verhindern, nicht gelten. „Eine nachhaltige Stadt muss den vorhandenen Wohnraum nutzen und in Öffis statt Straßen investieren“, betonen die Aktivisten.

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