13.12.2021 05:55 |

Enorme Teuerungsrate

Pensionisten pochen auf mehr Unterstützung

„Die Inflation schießt nach oben, aber wir werden nicht ernst genommen“, sagen Österreichs Pensionistenvertreter. Sie fordern einen Extra-Hunderter und eine Anhebung des Heizkostenzuschusses, vor allem aber ein offenes Ohr der Politik und einen Termin beim Bundeskanzler. Denn ein bereits fixiertes Treffen platzte wegen des Rücktritts von Sebastian Kurz.

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Die Pensionsanpassung für das kommende Jahr ist längst beschlossen, wie bereits in der Vergangenheit werden die kleinen Renten stärker angehoben. Doch seit der Entscheidung ist die Inflation weiter angestiegen, ist das Leben noch teurer geworden. Daher haben die Seniorenvertreter bereits vor Wochen mit dem damals noch amtierenden Bundeskanzler Sebastian Kurz einen Termin vereinbart, um über weitere Unterstützungen zu reden. Zu dem Treffen kam es nicht mehr, Kurz trat am Tag davor zurück.

„Jetzt haben wir schon den übernächsten Kanzler, und noch immer ist kein Termin in Sicht“, sagt SPÖ-Pensionistenverbandspräsident Peter Kostelka im Gespräch mit der „Krone“. Aus dem Kanzleramt habe es zwar immer geheißen, dass man zu einem Gespräch bereit sei, aber es sei eben nie dazu gekommen. Kostelka vermisst ein offenes Ohr der Regierungsspitze und betont: „Wir werden nicht ernst genommen.“ Ein wenig sarkastisch fügt er hinzu, dass er sich ja freue, dass die Jugend nun eine eigene Staatssekretärin habe, aber wenn die Pensionisten nicht mehr gehört werden, er eben auch ein eigenes Staatssekretariat fordere.

Extra-Hunderter und Anhebung des Heizkostenzuschusses gefordert
Kostelka verweist auf die steigende Teuerung, die deutlich über der Mindestinflationsanpassung für die Pensionen in der Höhe von 1,8 Prozent liegt. Im Oktober lag die Inflationsrate bei 3,7 Prozent, im November gar bei 4,3 Prozent. Das beschlossene Plus reiche einfach nicht, so die Pensionistenvertreter. Kostelka fordert etwa einen Extra-Hunderter sowie eine Anhebung des Heizkostenzuschusses. Denn vor allem die Energiepreise sind in den vergangenen Monaten explodiert, die Kosten befinden sich für viele Haushalte bereits am Rande des Erschwinglichen - oder darüber.

Noch warten die Senioren auf einen Termin beim neuen Kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Von Gesundheits- und Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne) habe er auch sehr lange nichts gehört, so Kostelka.

Doris Vettermann
Doris Vettermann
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