17.10.2021 08:18 |

NEOS: „Explosion“

Ausgaben für Pensionen steigen bis 2035 stark an

Die Ausgaben aus dem Budget für Pensionen werden in den kommenden 14 Jahren stark ansteigen. Betrugen die Ausgaben 2018 13,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), steigt diese Quote bis 2035 auf 15 Prozent des BIP an. Danach schwanken die Pensionsausgaben um diesen Wert und erreichen 2060 mit 15,2 des BIP den Höchststand. Das geht aus der langfristigen Budgetprognose hervor. Die NEOS orten eine „Explosion der Pensionsausgaben und des Pensionslochs“.

Hauptgrund für die deutliche Steigerung der Pensionsausgaben bis 2035 ist die Zunahme der Anzahl der Pensionsempfänger in der gesetzlichen Pensionsversicherung insbesondere aufgrund der geburtenstarken Babyboom-Generation, heißt es im Budgetbericht.

Pensionsausgaben steigen über Jahrzehnte
Die Ausgaben für Pensionen der gesetzlichen Pensionsversicherung inklusive Rehabilitationsgeld steigen von zehn Prozent des BIP (39,1 Mrd. Euro) im Jahr 2018 auf 14,5 Prozent des BIP im Jahr 2060, wohingegen die Ruhestandbezüge von Beamten von 3,2 Prozent des BIP (12,2 Mrd.) im Jahr 2018 auf 0,8 Prozent des BIP im Jahr 2060 zurückgehen.

Die Pensionsansprüche von Männern werden bis 2060 gegenüber 2018 um etwa zehn Prozent niedriger sein, jene der Frauen um etwa sieben Prozent. Die Abschaffung der Abschläge für Langzeitversicherte und die Abschaffung der Wartefrist für die erste Pensionserhöhung nach Pensionsantritt haben nach einer Übergangsphase langfristig Auswirkungen auf die Pensionsausgaben von etwa 0,5 Prozent des BIP pro Jahr.

„Explosion der Pensionsausgaben“
NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker ortet auf Grundlage des Bundesrechnungsabschlusses 2020 eine „Explosion der Pensionsausgaben und des Pensionslochs“. Demnach fehlen dem Pensionssystem 2050 1.310 Mrd. Euro an Beiträgen, die mit Steuermitteln aus dem Bundesbudget finanziert werden müssen. Das jährliche Pensionsloch steigt somit von derzeit fünf Prozent des BIP (2020) auf sieben Prozent BIP (2050).

„Der Bundesrechnungsabschluss zeigt, wovor wir NEOS seit Jahren warnen: Wenn wir das Pensionssystem nicht grundlegend reformieren, dann wird das Pensionsloch immer größer und größer und die nächsten Generationen werden von einer ordentlichen Pension nur mehr träumen können“, kritisiert Loacker.

Es fehle schlichtweg die Balance zwischen den Interessen der Beitragszahler und den Interessen der Leistungsbezieher.

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