Di, 14. August 2018

Begutachtung läuft

19.04.2011 13:58

Pflegegeld wird mit Anfang 2012 zur Bundessache

Beim Pflegegeld wird nun die im März von Bund und Ländern vereinbarte Verwaltungsvereinfachung umgesetzt. Die Gesetzgebungs- und Vollziehungskompetenz geht von den Ländern auf den Bund über, die Zahl der entscheidenden Stellen wird von rund 280 auf zwölf reduziert. Das entsprechende Pflegegeldreformgesetz 2012 ist seit kurzem in Begutachtung. Nach dem Beschluss im Nationalrat soll die Neuregelung zu Jahresbeginn 2012 in Kraft treten.

Es geht dabei um jene rund 67.000 Personen (rund 15 Prozent aller Bezieher, etwa Landes- und Gemeindebedienstete, aber auch Kinder und andere Mitversicherte ohne Bundes-Pensionsanspruch), die Pflegegeld aufgrund der jeweiligen Landespflegegeldgesetze erhalten. Die Administration wird großteils die Pensionsversicherungsanstalt übernehmen. Der errechnete Mehraufwand für den Bund beträgt 387,9 Millionen Euro für das Jahr 2012, in den Folgejahren sind es dann 393,7, 398,6 und 402,6 Millionen Euro. Diese Summen werden den Ländern beim Finanzausgleich abgezogen.

Die Übergangsbestimmungen sehen vor, dass alle, die mit 31. Dezember 2011 Pflegegeld laut Landesgesetz bekommen, automatisch in der zuerkannten Stufe Pflegegeld aufgrund des Bundesgesetzes erhalten. Zu Jahresende noch offene Verfahren, besonders was Zuerkennung oder Erhöhung betrifft, werden noch von den alten Entscheidungsträgern zu Ende geführt.

Auszahlungstermine werden vereinheitlicht
Kompliziert wird die Sache, weil es derzeit unterschiedliche Auszahlungstermine für das Pflegegeld gibt. Künftig wird einheitlich monatlich im Nachhinein gezahlt. In Niederösterreich, der Steiermark, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Wien (nur Landesbeamte), wo das Landespflegegeld bisher im Voraus aufs Konto kam, gibt es daher zum Jahreswechsel 2011/12 eine einmalige Vorschusszahlung. Dies schlägt sich nochmals mit 18 Millionen Euro aufs Budget. Der Bund holt sich das Geld aber schrittweise zurück, denn künftig gibt es im Todesmonat keine anteilige Auszahlung des Pflegegeldes mehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.