09.12.2021 20:51 |

Wer kennt sich da aus?

Die letzten zwei Flecken im Fleckerlteppich

Nach dem Lockdown-Ende für Geimpfte öffnet auch Kärnten gleich erste Bereiche. Oberösterreich folgt, wie geplant, am 17. Dezember: Damit reihen sich die letzten zwei Bundesländer ins variantenreiche Hochfahren ein.

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Am 12. März 2020 gab es den ersten Corona-Todesfall in Österreich. Am Donnerstag, 638 Tage später, übersprang man die 13.000er-Marke: Insgesamt 13.011 Tote hat das Virus bisher gefordert, pro 100.000 Einwohner starben seit Beginn der Pandemie 145,7 Menschen.

Kärnten macht alles auf bis auf Gastronomie
Kein Grund für eine „große Öffnungseuphorie“, wie Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser nach Beratungen zur Lage sagt. Dennoch macht Kärnten am Montag alles auf bis auf Gastronomie und Hotellerie: Die bleiben, wie in der Steiermark, in Niederösterreich und Salzburg, länger zu und öffnen erst am 17. Dezember. Da folgt, wie geplant, auch Oberösterreich: Landeschef Thomas Stelzer sperrt alles bis auf die Nachtgastronomie auf.

Wien und Burgenland am besten unterwegs
Der Rest von Österreich hat ja bereits seine Öffnungspläne bekannt gegeben. Fleckerlteppich hin oder her: Der Trend ist in allen Bundesländern rückläufig, zeigt die Corona-Ampel – auch wenn sie vorerst noch eindeutig rot leuchtet. Am besten sind Wien und Burgenland unterwegs, sie nähern sich der Risikozahl 100, unter der es dann orange wird. Allerdings: Unter den besonders öffnungsfreudigen Bundesländern sind auch jene mit schlechten Daten wie Tirol und Vorarlberg – siehe auch Grafik.

Rein aus epidemiologischer Sicht ist auch für Komplexitätsforscher Peter Klimek unlogisch, dass Regionen mit hoher Inzidenz öffnen – wenn auch aus wirtschaftlichen Gründen verständlich. Gleich die nächste Welle heranrollen sieht er nicht, wenn Omikrom noch die „große Unbekannte“ sei.


Herausforderung für Betriebe

Der Fleckerlteppich stelle manche Betriebe der Freizeit- und Sportbetriebe zwar vor eine Herausforderung, sagt WKÖ-Fachverbandsobfrau Astrid Legner. Doch sei ein Aufmachen „ein wichtiges Signal und lässt viele nach Wochen der Unsicherheit wieder aufatmen“.

Der Handelsverband fordert rasch Klarheit, unter welchen Bedingungen jetzt aufgesperrt werden kann. Angekündigt wurden ja auch strengere Kontrollen, bei Verstößen drohen Gastronomie- und Handelsbetrieben eine Rückzahlung der geleisteten Hilfszahlungen.

Kultur froh, überhaupt öffnen zu können
Dass kein bundesweit einheitliches Öffnen möglich ist, sei schade – man sei aber froh, dass nach rund sieben Monaten Kulturveranstaltungen wieder möglich würden, so Günther Friesinger von der IG Kultur. Kurzfristig zwar, aber „darauf sind wir eingestellt“.


Kritik kommt von FPÖ-Chef Herbert Kickl zum Lockdown für Ungeimpfte: „Das ist nichts anderes als ein Kernbereich der Spaltung der Gesellschaft.“

Silvia Schober
Silvia Schober
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