05.12.2021 06:00 |

Winziges Spenderherz

Wiener Ärzteteam rettet Baby mit einzigartiger OP

Ein winziges Herzerl klopft in der Brust der kleinen Louisa! In einer weltweit einzigartigen Operation in zwei Schritten retteten die Topärzte des Wiener AKH der Kämpferin das Leben.

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Es klingt schier unglaublich und grenzt tatsächlich an ein medizinisches Wunder, dass das erst sechs Monate alte Mäderl noch lebt. „Unsere Kleine hat ein Kämpferherz, und das haben diese wunderbaren Mediziner im wahrsten Sinne des Wortes wieder zum Schlagen gebracht. Wir werden ihnen immer dankbar sein. Denn alle - von den Ärzten bis zu den Schwestern und Pflegern - haben uns behütet, getröstet und auch uns Eltern stark gemacht“, schildert Louisas Papa Florian Buchmann, Küchenchef einer Pizzeria am Hauptplatz von Obergrafendorf im Pielachtal (NÖ). Und auch die überglückliche Mama Natascha Kotmiller wischt sich Tränen aus den Augen.

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Unsere Kleine hat ein Kämpferherz, und das haben diese wunderbaren Mediziner im wahrsten Sinne des Wortes wieder zum Schlagen gebracht.

Papa Florian Buchmann

Begonnen hatte der Leidensweg des winzigen Bündel Lebens im September, als der kleine Schatz der Eltern mit einer Herzmuskelschwäche in kritischem Zustand auf die AKH-Kinderklinik gebracht wurde. „Wir konnten unsere Patientin wiederbeleben. Weil es aber faktisch in beiden Herzkammern keine Aktivität mehr gab, mussten wir das Mädchen an eine Herz-Lungen-Maschine anschließen“, schildert Universitätsprofessor Dr. Günther Laufer, Leiter der AKH-Klinik für Herzchirurgie.

Mit dem so beherzt um das Leben des Säuglings kämpfenden Team, den Professoren Dominik Wiedermann (Transplanteur), Ina Michel-Behnke (Leiterin der Kinderkardiologie), Johann Golej (Chef der Kinderintensivstation) und Daniel Zimpfer (Leiter der Herzchirurgie für die kleinsten und jüngsten Schützlinge des AKH), zählen Laufers Abteilung und die Kinderklinik zu den weltweit Besten.

Spenderherz nur sechs Zentimeter groß
Nach der Reanimation schrieb Louisa Medizingeschichte. Als kleinstem Baby weltweit wurde ihr zur Überbrückung ein winziges Wunderding-Kunstherz, das „Berlin Heart BVAD“, eingepflanzt. Am 18. November dann das endgültige Happy End. Schlag Mitternacht nahm Professor Wiedermann mit seinen Mitstreitern im weißen Kittel ein gerade einmal sechs Zentimeter großes Spenderherz entgegen. Dieses pocht seither zart, aber ohne Komplikationen in der Brust des Kindes.

„Unserer Louisa geht es immer besser. Sie lächelt und blitzt uns mit ihren kleinen Äuglein an wie jedes andere Baby auch“, schildert die Mutter, eine 35-jährige Kindergartenhelferin. Jetzt freut sich die kleine Familie aus dem Herzen Niederösterreichs auf die „allerschönsten Weihnachten der Welt“.

Mark Perry
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Christoph Budin
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