05.12.2021 07:00 |

Große Studie

Trotz Mängel: Steirer arbeiten gerne im Homeoffice

Homeoffice wurde durch die Corona-Pandemie in vielen Firmen salonfähig. Eine große Studie hat erhoben, wie zufrieden steirische Arbeitnehmer damit sind - und welche Gruppen auf der Strecke bleiben könnten.

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Und abermals findet die Videokonferenz am Küchentisch statt: Im vierten Lockdown müssen wieder deutlich mehr Steirer von zu Hause aus arbeiten. Die Zufriedenheit mit Homeoffice hat ein Team der FH Joanneum um Robert Gutounig, Leiter des Studiengangs „Content Strategy“, gemeinsam mit der Uni Graz und der Gesellschaft IGSF erhoben. Die Antworten von 816 steirischen Arbeitnehmern wurden erfasst, dazu kamen Experteninterviews.

„Durch die Befragung auch über Social-Media-Kanäle konnten wir viele Gruppen erreichen“, so Gutounig. Dennoch sind 75 Prozent der Teilnehmer Frauen, 40 Prozent haben einen Hochschulabschluss - Frauen mit höherer Bildung sind also überdurchschnittlich oft im Homeoffice.

Besserverdiener zufriedener mit Homeoffice
Und obwohl die Befragten im Schnitt mehr arbeiteten als im Betrieb, sind 35 Prozent sehr zufrieden und 30 Prozent zufrieden mit dem Homeoffice. Es zeigt sich: Je höher das Einkommen, desto größer die Zufriedenheit. Hier ist oft auch ein eigener Arbeitsraum vorhanden.

Viele mussten Laptops selber bezahlen
Gerade im ersten Lockdown mussten viele von heute auf morgen vom Büro auf die eigenen vier Wände umstellen und - oft in der Freizeit - den Umgang mit Programmen wie Teams lernen. Viel wurde in puncto Organisation und Ausstattung auf die Arbeitnehmer abgewälzt. 20 Prozent mussten sogar absolut notwendige Software selbst bezahlen, bei einem Drittel wurden keine Kosten für die Ausstattung mit Laptops oder PC übernommen.

Ein Fazit der Studie:. Wer gering verdient, dem fehlen oft Betriebsmittel und auch genügend Platz zum Arbeiten. Sich selbst zu organisieren, ist herausfordernder. „Homeoffice wird immer normaler. Wir müssen aufpassen, dass wir niemanden zurücklassen“, betont Gutounig. Homeoffice dürfe nicht nur auf besser verdienende Schichten abzielen. Und: Es braucht einheitliche Regeln in den Unternehmen. 

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