01.12.2021 15:47 |

Weltkriegs-Blindgänger

Fliegerbombe explodierte auf Baustelle in München

Bei der Explosion einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Mittwochnachmittag in München vier Menschen verletzt worden, eine Person davon schwer. Die Detonation hat sich auf einer Baustelle der Deutschen Bahn in der Nähe der Donnersbergerbrücke im Zuge einer Bohrung ereignet. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort, ein Polizeihubschrauber kreiste über der Gegend.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war am Mittag am Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Bei Bohrungen sei eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe getroffen worden, informierte Herrmann, der den Verletzten gute Genesung wünschte. Warum die Bombe nicht früher entdeckt wurde, ist noch unklar. Normalerweise werde bei Bauarbeiten in der Münchner Innenstadt immer genau und regelmäßig sondiert, wo Blindgänger liegen könnten.

Die Donnersbergerbrücke liegt unweit - zwei Stationen entfernt - des Hauptbahnhofs im Zentrum Münchens auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn. Zahlreiche Feuerwehrwagen und rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort, ein Bundespolizeihubschrauber kreiste über der Gegend. Der gesamte Zugverkehr zum und vom Hauptbahnhof wurde stundenlang eingestellt.

„Wir sind dabei, die Personen zu versorgen“
Nach Auskunft der Polizei hatte es einen lauten Knall gegeben, anschließend bildete sich eine Rauchsäule. Die Feuerwehr sprach von einer Explosion. „Wir sind dabei, die Personen zu versorgen“, sagte ein Feuerwehrsprecher vor Ort.

Die S-Bahnen wurden sofort angehalten, teils wurden sie evakuiert. Auch der Fernverkehr kam zum Erliegen. Züge stoppten am nächsten Bahnhof oder fuhren nicht aus dem Hauptbahnhof hinaus. Am Nachmittag rollte der Bahnverkehr wieder langsam an, rund zweieinhalb Stunden nach dem Vorfall. Vier Gleise wurden mittlerweile wieder freigegeben, die Stammstrecke bleibe noch gesperrt.

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