29.11.2021 18:07 |

Skandal in Deutschland

Schützlinge missbraucht? Strafbefehl gegen Trainer

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Strafbefehl wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen den früheren deutschen Schwimm-Bundestrainer Stefan Lurz beantragt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg am Montag mit. Der Vorgang werde derzeit durch das Amtsgericht Würzburg geprüft, hieß es in der Mitteilung. Die im Strafbefehlsverfahren behandelten Vorwürfe habe der Beschuldigte eingeräumt. In Teilbereichen seien Einstellungen von Tatvorwürfen erfolgt.

Die Ermittlungen seien nun abgeschlossen, hieß es. Die Tatvorwürfe datieren aus den Jahren 2011 und 2012, es geht bei den zwei zu diesem Zeitpunkt minderjährigen Geschädigten zumindest in einem Fall um eine Leistungsschwimmerin des Leistungszentrums Würzburg. Die Tatvorwürfe wurden aus Opferschutzgründen nicht bekanntgegeben.

Die Behörde in Würzburg hatte das Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen Lurz im Februar nach einem „Spiegel“-Bericht von Amts wegen eingeleitet.

Rücktritt nach Bericht
In dem „Spiegel“-Bericht wurden dem Trainer sexuelle Übergriffe gegen junge Schwimmerinnen vorgeworfen. Lurz war für die Deutsche Presse-Agentur für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen. In der „Main-Post“ und im „Spiegel“ hatte er die Vorwürfe zurückgewiesen.

Lurz arbeitete am Bundesstützpunkt in Würzburg. Er war über viele Jahre Bundestrainer der Freiwasserschwimmer und feierte mit diesen zahlreiche Erfolge bei Titelkämpfen. Nach dem Magazinbericht im Februar war er zurückgetreten.

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