29.11.2021 08:43 |

Schockbild

Herzogin Kate mit blutigen Wunden im Gesicht

Die Kunstaktion eines italienischen Künstlers sorgt für Aufregung. Er hat Fotos bekannter Frauen wie Herzogin Kate oder Ursula von der Leyen so nachbearbeitet, dass sie aussehen, als wären sie Opfer häuslicher Gewalt geworden. 

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Zugestimmt haben die prominenten Damen der brutalen Bildbearbeitung vermutlich nicht. Doch Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt werden, haben der Gewalt auch nicht zugestimmt. Der Künstler Alexsandro Palombo sorgt derzeit mit einer Kunstaktion für Aufregung, in der er den Gesichtern berühmter Frauen blutige Hämatome und Wunden im Gesicht verpasst hat. Dazu schrieb er Botschaften wie: „Sie hat ihn angezeigt, aber niemand hat ihr geglaubt.“ Und weiter: „Sie wurde allein gelassen. Sie wurde nicht beschützt. Er wurde nicht verhaftet. Er hat sie trotzdem getötet.“

Künstler: Frauen bekommen zu wenig Schutz
Der Social-Art-Aktivist Alexsandro Palombo will mit den schockierenden Bildern auf häusliche Gewalt aufmerksam machen und auf die Tatsache, dass Frauen oft alleine gelassen werden, auch wenn sie bereits um Hilfe gefleht haben.

„Warum sollte eine Frau die Gewalt anzeigen, wenn sie nach der Anzeige nicht von den Institutionen geschützt wird und trotzdem getötet wird? Wie kann eine Frau, die Opfer von Missbrauch und Gewalt geworden ist, den Institutionen noch vertrauen? Ich sehe nur, dass die Politik Frauen einlädt, sich zu melden, aber ohne die Verantwortung für den Schutz und die Unterstützung der Opfer zu übernehmen. Ein Staat, der die Frauen nicht beschützt, sondern in den Händen ihres Peinigers lässt, wird zu einer stillen Komplizin. Es gibt viele Vereine von Freiwilligen, die mit sehr geringen Mitteln versuchen, die Opfer zu unterstützen, aber es obliegt der Politik, den Institutionen und dem Staat, diese Verantwortung zu übernehmen“, so der Künstler.

Die Bilder der Aktion sollen auf Plakatwänden in Italien und Spanien zu sehen sein. Der Buckingham-Palast hat nach Informationen der britischen Zeitung „Sun“ keine Zustimmung zur Veröffentlichung eines solchen Bildes von Herzogin Kate gegeben. Und auch Herzogin Kate, die in einer überaus glücklichen Beziehung mit Prinz William lebt, dürfte eine Initiative gegen Gewalt zwar an sich unterstützen, den Missbrauch ihres Fotos für diesen Zweck aber vermutlich nicht. 

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