Vier statt zwei Gleise

277 Millionen Euro für sechs Kilometer Zugstrecke

Geht es nach den ÖBB, sollen in absehbarer Zukunft Züge die Strecke Wien–Salzburg in 2 Stunden, 15 Minuten schaffen. Dazu ist aber ein vollständiger viergleisiger Ausbau der Trasse notwendig. Für das sechs Kilometer lange Teilstück von Wels nach Marchtrenk war nun Spatenstich.

„Die Bedeutung dieses Projekts kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wels als Verkehrsknotenpunkt wird von diesem Projekt besonders profitieren“, meinte der Welser FP-Stadtchef Andreas Rabl beim gestrigen Spatenstich für den viergleisigen Ausbau der Weststrecke von Wels bis Marchtrenk. Bis 2027 sollen die Arbeiten dauern und den laufenden Bahnverkehr in keiner Weise stören.

Auch der Marchtrenker Bahnhof wird umgebaut
Bereits 2026 werden drei der vier Gleise in Betrieb genommen. Neben der Errichtung von den zwei zusätzlichen Gleisen werden zwischen Wels und Marchtrenk zwei Eisenbahnbrücken über die Autobahn A 25 durch drei neue Brücken ersetzt und ein moderner Lärmschutz errichtet.

„Für die Marchtrenker Bevölkerung ist dieser Punkt besonders wichtig“, erklärte der Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr (SP). Ihm war auch die Zusage für den Umbau des Bahnhofs wichtig.

Wichtiges Puzzleteil auf Rhein-Donau-Achse
Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 277 Millionen Euro und werden von den ÖBB, dem Land Oberösterreich und der EU finanziert. „Ziel der EU ist, bis 2030 das Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa zu verdoppeln und das transeuropäische Bahn-Kernnetz fertigzustellen. Die von der EU geförderte Modernisierung der Weststrecke ist ein zentrales Puzzleteil und wird einen erheblichen Engpass auf der Rhein-Donau-Achse beseitigen“, ließ Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, die Spatenstich-Gäste wissen.

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Samstag, 04. Dezember 2021
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