Spiele trotz 2-G-Regel

Gros der Vereine poltert gegen OÖFV-Entscheidung

OÖFV-Präsidium ordnete trotz der 2-G-Regel letzte OÖ-Liga-Runde und Nachtragsspiele an. Was bei vielen Klubs Empörung auslöste.

Knapp nach 11 Uhr trudelte am Dienstag das Mail des OÖ-Verbandes mit dem Beschluss des Präsidiums ein, die verbliebenen 38 Meisterschaftsspiele unter 2-G-Regeln zu absolvieren. In der OÖ-Liga stieß diese Entscheidung vor der letzten Herbstrunde auf wütende Proteste von Trainern und Funktionären, wobei sogar mit Nichtantreten oder Einigung auf torlose Remis gedroht wurde.

Ein paar Musterschüler
Während Klubs wie St. Valentin, ASKÖ Oedt, St. Florian oder Weißkirchen in Sachen Impfung als „Musterschüler“ gelten, steht das Gros der Vereine vor einem Desaster: „Wir können definitiv nicht antreten. Fünf Ungeimpfte, zwei in Quarantäne, zwei mit Grippe und Verletzung – es ist für uns unmöglich. Dazu haben einige der Nichtgeimpften Vorerkrankungen“, klagt Lukas Moser, sportlicher Leiter von Edelweiss.

„Ein Kasperltheater“
Bad Schallerbachs Harald Ruckendorfer spricht von einem Kasperltheater: „Der Verband will die letzte Runde mit aller Gewalt durchdrücken. Angesichts der Ungeimpften, Verletzten und Positiven können wir keine elf Mann stellen. Der Verband hätte mittels Online-Meeting mit allen Klubs sprechen müssen. Einzige Lösung: Absage und im Frühjahr nachholen. Sonst einigen wir uns auf 0:0. Das ist Wettbewerbsverzerrung. Soll ich mit meinem Bäucherl selbst spielen?“

Regionalliga wird pausieren
„Eine bodenlose Frechheit, unfair und schwach vom Verband. Uns fehlen neun Spieler. Die großen Herren entscheiden gegen uns kleine Indianer“, tobt Donaus Kurt Baumgartner. In der Regionalliga stehen noch Nachtragsspiele an, am Mittwoch soll eine Entscheidung fallen. Steiermarks Verbandschef Wolfgang Bartosch: „Mit uns sicher nicht. Spielen mit 2-G-Regel ist wettbewerbsverzerrend.“

Von
Daniel Lemberger
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Samstag, 04. Dezember 2021
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