05.11.2021 14:50 |

Aktuelle Zahlen

Jeder vierte Intensivpatient vollständig geimpft

Knapp ein Viertel der an Covid-19 erkrankten Personen, die am vergangenen Dienstag in Österreich auf Intensivstationen behandelt werden mussten, war vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der Anteil der vollimmunisierten Spitalspatienten, die auf Normalstationen betreut wurden, lag bei 43,6 Prozent. Dass die Impfung wirkt, zeigt sich dennoch auch: Von mehr als 5,6 Millionen vollständig geimpften Österreichern wurden am 2. November nur 74 auf einer Intensivstation behandelt.

Laut Gesundheitsministerium waren am 2. November von den damals 304 intensivpflichtigen Covid-Patienten 74 im Besitz eines gültigen Impfzertifikats. 24,3 Prozent der Betroffenen hatten somit die für eine Vollimmunisierung erforderlichen Dosen erhalten und waren nach sogenannten Impfdurchbrüchen dennoch schwer an Covid-19 erkrankt.

Wien: Bei zehn Prozent der Patienten Impfdurchbrüche
Die Zahlen zeigen andererseits auch, dass sich aus Sicht von Ungeimpften das Risiko signifikant erhöht, nach einer Infektion mit dem Coronavirus auf einer Intensivstation zu landen. 230 bzw. 75,7 Prozent der Covid-Patienten waren nicht vollständig geimpft. In der Bundeshauptstadt Wien, wo am 2. November 81 Covid-Erkrankte auf Intensivstationen verzeichnet wurden, waren 71 bzw. 87,7 Prozent nicht vollständig geimpft. Lediglich bei zehn Wiener Patienten lagen Impfdurchbrüche vor, was einem Anteil von 12,3 Prozent entsprach.

Von den österreichweit 1338 Covid-Patienten auf Normalstationen waren am vergangenen Dienstag 583 vollständig geimpft. 755 waren nicht oder nicht vollständig immunisiert, womit deren Anteil auf den Covid-Normalstationen 56,4 Prozent ausmachte. In Wien stellte sich die Situation - aus welchen Gründen auch immer - anders dar: Dort waren am 2. November mehr als drei Viertel der 211 Covid-Patienten - nämlich 77,3 Prozent - auf Normalstationen nicht oder nicht vollständig geimpft. Der Anteil der vollständig geschützten Covid-Patienten machte 22,7 Prozent aus.

13 Intensivpatienten pro Million Geimpfter
Dass die Impfung grundsätzlich Sinn macht und wirkt, zeigt sich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass von mehr als 5,6 Millionen vollständig geimpften Österreichern am 2. November nur 74 auf einer Intensivstation behandelt wurden. Das entspricht 13 Intensivpatienten pro Million Geimpfter. Umgekehrt wurden von 3,2 Millionen nicht vollständig geimpften Personen 230 auf einer Intensivstation betreut. Das entspricht 72 Intensivpatienten pro Million Ungeimpfter.

Auf den Normalstationen lag das Verhältnis von Vollimmunisierten zu nicht vollständig Geimpften bei 102 je einer Million Geimpfter zu 235 je einer Million Geimpfter. Zu beachten ist allerdings, dass bei den nicht vollständig Geimpften auch jene Personen mitgerechnet werden, die entweder noch nicht geimpft werden dürfen (Unter-Zwölfjährige, Anm.) oder erst eine Teilimpfung erhalten haben.

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