60 Millionen Schaden

Ein Erntejahr der Extreme mit gutem Ausklang

Wetterereignisse verursachten heuer in der oberösterreichischen Landwirtschaft 60 Millionen Euro Schaden. Die Bilanz der Herbsternte ist daher „durchwachsen“. Grünland profitierte vom nassen Sommer, Zuckerrüben und Äpfel vom gewannen im „goldenen Herbst“. Der Ausblick auf 2022: Ein Engerling-Jahr steht bevor!

Je stärker Oberösterreich vom Klimawandel betroffen wird, desto mehr beeinflusst das Wetter die Landwirtschaft. „Die Hagelschadensmeldungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht, die Schadensmeldungen für Frost, Sturm und Überschwemmung verdreifacht“, fasst Karl Grabmayr, Vize-Präsident der LKOÖ die Folgen zusammen. Man kommt auf 60 Millionen Euro Schaden durch Extremwetter.

Gewinner und Verlierer
Die Bilanz der Herbsternte zeigt Gewinner und Verlierer. „Für Grünland ein Spitzenjahr“, betont Pflanzenbaudirektor Helmut Feitzlmayr. Für einen großen Futtervorrat ist gesorgt. Startschwierigkeiten gab es beim Mais durch Hagelschäden. Mit rund 11 Tonnen pro Hektar Durchschnittsertrag ist man aber zufrieden. Bei Soja liegt man mit 3,2 Tonnen pro Hektar über dem Durchschnitt. Ölkürbis und Kartoffel plagten sich aber mit dem nassen Sommer. Bei Einlegegurken, Sauerkraut und Roten Rüben konnte die volle Vertragsmengendeckung erzielt werden. Obst- und Weinbau profitierten vom „goldenen Herbst“, der den Zuckergehalt der Früchte steigerte. Auf einer Rekordanbaufläche von 8200 Hektar erntet man darum auch besonders süße Zuckerrüben.

Käfer auch extrem
Einen Rekord verzeichnet leider auch der Maikäfer: „Ein intensives Flugjahr“, sagt Feitzlmayr, das viele Engerlinge nach sich zieht. Ist es im kommenden „Fraßjahr“ zu trocken, drohe eine „Katastrophe im Grünland“.

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Samstag, 04. Dezember 2021
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