04.11.2021 09:33 |

„Extreme Zunahme“

I: Wildschweine dringen bis in Großstädte vor

Auch in Italien hat sich die Wildschweinpopulation in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Bis in die Großstädte dringen die Tiere vor, ernähren sich von Müll, sind für den Verkehr zur Gefahr und zur Plage für die Landwirtschaft geworden und stellen überdies ein Gesundheits- und Hygienerisiko dar. Der „unkontrollierten Zunahme“ soll nun Einhalt geboten werden.

Die Räte der 20 italienischen Regionen haben ein Dokument mit verschiedenen Forderungen verfasst, das sie der Regierung unterbreiten wollen. So fordern sie einen Versicherungsschutz bei Wildschäden. Nicht nur das Schwarzwild, auch Rehe und Hirsche sind für sie ein Grund zur Sorge. Bei Schäden, die durch geschützte Arten entstehen, soll es zu einer 100-prozentigen Entschädigung kommen. Sie urgieren einen Fonds für Wildunfälle. Die gesamten Einnahmen, die der Staat derzeit für die Jagdaktivitäten einnimmt, sollen an die Regionen gehen.

Ökologisches Gleichgewicht beeinträchtigt
„Die unkontrollierte Zunahme der Wildtierpopulation, insbesondere der Wildschweine, ist im ganzen Land zu einem echten Problem geworden, das große Schäden in der Landwirtschaft, mehr Verkehrsunfälle mit teilweise tödlichem Ausgang sowie Gesundheits- und Hygienerisiken durch die Verbreitung von Tierseuchen verursacht“, so das Dokument. Cristiano Corazzari, Ratsmitglied der norditalienischen Region Venetien, betonte, es sei wichtig, das ökologische Gleichgewichts wieder herzustellen, das in den vergangenen Jahren „erheblich beeinträchtigt wurde“.

Zitat Icon

Die unkontrollierte Zunahme der Wildtierpopulation (...) ist im ganzen Land zu einem echten Problem geworden, das große Schäden in der Landwirtschaft, mehr Verkehrsunfälle mit teilweise tödlichem Ausgang sowie Gesundheits-und Hygienerisiken durch die Verbreitung von Tierseuchen verursacht.

Auszug aus einem Gutachten

Wildschweine sind in mehreren Teilen des Landes ein Problem. Pläne der Toskana, Tausende Wildschweine zu töten, hatte in den vergangenen Monaten für heftige Proteste gesorgt. Tierschützer und eine Reihe von Prominenten, darunter Fernsehstars, Künstler und Intellektuelle, starteten eine Kampagne für die Tiere.

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