02.11.2021 06:00 |

Gutes Wachstum

Teile des „Corona-Sparpolsters“ werden ausgegeben

Die Steuerreform und der „Corona-Sparpolster“ befeuern in den nächsten Jahren den privaten Konsum. Der bleibt laut neuer WIFO-Prognose bis 2026 auf hohem Niveau, sodass unsere Wirtschaft auch ab 2023 noch um mehr als zwei Prozent wachsen wird. Die Arbeitslosigkeit geht schrittweise auf nur mehr sechs Prozent zurück.

25 Milliarden Euro haben die Österreicher als „Corona-Sparpolster“ zusätzlich gebildet. Ein Teil davon wird in den nächsten Jahren wieder ausgegeben werden und die Wirtschaft beleben, schätzt WIFO-Experte Josef Baumgartner.

Steuerreform pusht Konsum nur teilweise
Dazu kommen die Effekte der Steuerreform. Sie entlastet schon 2022 die Haushalte um 2,8 Milliarden Euro. Man nimmer allerdings an, dass anfangs nur ein Viertel davon sofort in den Konsum fließt. Der Großteil geht zuerst in die Vermögensbildung und wird erst nach und nach ausgegeben. Denn die Hälfte der Entlastung entfällt auf das oberste (Haushalts-)Einkommensdrittel, 36 Prozent auf das mittlere. Josef Baumgartner: „Die werden nicht sofort wieder alles ausgeben.“

2022 spürt man noch einen starken „Rebound“ nach den Lockdowns, die Wirtschaft wird um 5 Prozent wachsen, der private Konsum um 6,4 Prozent. In den Folgejahren legt das BIP noch um über 2 Prozent zu, ebenso wie der private Konsum. Zum Vergleich: Von 2010 bis 2019 betrug das jährliche reale Wachstum der Ausgaben der Haushalte im Schnitt lediglich 0,9 Prozent.

Arbeitslosenquote sinkt
Die Arbeitslosenquote, die heuer bei über 8 Prozent lag, wird auf 6,1 Prozent im Jahr 2026 zurückgehen. Die Ursachen sieht das WIFO vor allem im starken Wirtschaftswachstum. Der Anteil der ausländischen Arbeitskräfte steigt auf 26 Prozent, weil die erwerbsfähige Bevölkerung in Österreich schrumpft.

Manfred Schumi
Manfred Schumi
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