30.10.2021 14:56 |

„Großeinsatztag“

Rax-Gebiet: Fluggeräte sollen Waldbrand bekämpfen

Im Kampf gegen den in Hirschwang in der niederösterreichischen Marktgemeinde Reichenau an der Rax wütenden Waldbrand werden Fluggeräte aus dem Ausland, die von „hochkarätigen Spezialisten“ pilotiert werden sollen, zum Einsatz kommen. Zwei Canadair-Maschinen des Typs CL-415 der italienischen Regierung sollen bei den Löscharbeiten helfen, ebenso erwartet werden zwei Spezialhubschrauber aus Deutschland. Zwei Maschinen sind bereits in Wien Schwechat gelandet. Mehrere Erkundungsflüge und ein erster Wasserabwurf haben bereits stattgefunden.

Die beiden Canadair-Maschinen aus Italien haben laut Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) jeweils ein Fassungsvermögen von etwa 7000 Litern und sind bereits in Wien Schwechat gelandet. Mit deren Piloten werden nun erste Erkundungsflüge durchgeführt. Nicht nur das Einsatzgebiet soll so begutachtet werden, auch die Suche nach einer geeigneten Wasseraufnahmestelle erfolgt auf diesem Wege. Voraussichtlich aber wird das benötigte Wasser aus der Neuen Donau aufgenommen. Über die genauen Entnahmestellen entscheiden letztlich auch die Piloten - „hochkarätige Spezialisten“, wie angemerkt wurde. Die Spezialhubschrauber, die am Sonntag eintreffen werden, fassen jeweils 5000 Liter.

Samstag ist „Großeinsatztag“
In der Luft sind über dem Rax-Gebiet mittlerweile zehn Hubschrauber, sechs stellt das Verteidigungsministerium und vier die Polizei. Bei zwei Helikoptern handelt es sich um Fluggeräte mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3000 Litern. Laut Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner sind „40 Waldbrandbekämpfer im unwegsamen Gelände“ aufgeboten. Die Gesamtzahl der Einsatzkräfte betrug am Samstag 750. Im Einsatz stehen Feuerwehrleute aus zahlreichen Bezirken Niederösterreichs. Ebenfalls an Ort und Stelle waren am Samstag sechs Flughelfer von Salzburger Feuerwehren, auch Spezialkräfte aus der Steiermark wurden angefordert.

Video: Waldbrand hält Einsatzkräfte in Atem

„Starkes Anfachen des Feuers“
Laut Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner sind erneut 500 Kräfte aufgeboten, davon „40 Waldbrandbekämpfer im unwegsamen Gelände“. Freitagnacht habe es ein „starkes Anfachen des Feuers gegeben“. Nun müssten die Flammen einmal mehr „von mehreren Seiten“ bekämpft werden. Eine sogenannte Verteidigungslinie sei mittlerweile auch am Bergkamm errichtet worden, um ein Überspringen der Flammen und damit eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Erster Wasserabwurf durch Canadair-Maschine
Erste Flüge der Canadair-Maschinen über das Rax Gebiet - und auch ein erster Wasserabwurf - haben am Samstagnachmittag stattgefunden. Weitere waren nach Angaben von Fahrafellner in den Abendstunden und Sonntagfrüh geplant. „Mit den Maßnahmen hoffen wir, dass die Lage besser unter Kontrolle zu bringen ist“, so Fahrafellner. Das Bundesheer hat gemeinsam mit der Flugtechnischen-Einsatzleitung ein Auge auf den Luftraum über dem Waldbrandgebiet.

Die Flammen waren am Montag ausgebrochen. Das Feuer breitete sich infolge extrem rasch aus, „Einsatzkräfte leisten Übermenschliches“, so Pernkopf. Angenommen wird, dass eine „fremde Zündquelle“ für den Brand verantwortlich ist.

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