24.03.2011 22:20 |

EBEL-Halbfinale

KAC im Endspiel ++ Bullen stellen gegen die "Caps"auf 3:2

Der erste Finalist der Erste Bank Eishockey Liga steht seit Donnerstagabend fest: Rekordmeister KAC setzte sich im Kärntner Derby gegen den Villacher SV mit 6:4 (3:1, 1:1, 2:2) durch und beendete damit die Halbfinal-Serie vorzeitig mit 4:1 Siegen. Auch in Salzburg fielen zehn Treffer, und auch dort stand es bis zur 60. Minute 5:4 für die Hausherren, ehe die "Bullen" gegen die Vienna Capitals das 6:4 (3:0, 1:2, 2:2) fixierten.

Für den regierenden Meister aus Salzburg könnte es allerdings noch ein weiter Weg in Richtung Finale werden. Die Wiener werden am Sonntag noch einmal alles in die Waagschale werfen, und hoffen auf ein entscheidendes siebentes Spiel in Salzburg.

KAC – Villacher SV 6:4
Rekordmeister KAC setzte sich im fünften Spiel im "best of seven"-Halbfinale gegen Lokalrivale VSV nach hartem Kampf 6:4 durch und entschied die Serie damit mit 4:1 für sich. Im Finale warten die Klagenfurter nun auf den Sieger der Paarung zwischen Titelverteidiger Salzburg und den Vienna Capitals, das erste Spiel steigt am 31. März in der Klagenfurter Stadthalle.

Der 289. Kärntner Vergleich schien eine klare Angelegenheit zugunsten der Hausherren aus Klagenfurt zu werden. Die Villacher starteten mit Gert Prohaska anstelle des verletzten Bernhard Starkbaum im Tor zwar ambitioniert, rannten aber bereits nach 3:24 Minuten in den Rückstand: Gregor Hager nutzte einen Konter mit einem platzierten Schuss zum 1:0. Danach lief praktisch alles für den KAC. Tyler Spurgeon (6.) und Mike Siklenka (10.) schossen jeweils im Powerplay in den ersten zehn Minute eine vermeintlich beruhigende Drei-Tore-Führung heraus.

Villacher gaben nie auf
Die am Dienstag 0:4 unterlegenen Villacher schienen angeschlagen, ein von Marvin Degon (13.) ins Netz abgefälschter Langfeld-Schuss brachte die "Adler" aber wieder ins Spiel zurück. Als auch Gerhard Unterluggauer in Überzahl seinen bewährten "Hammer" von der Blauen Linie auspackte und zum 2:3 traf (29.), schöpfte das Team von Coach Mike Stewart noch einmal Hoffnung. Als der KAC zu wanken schien, zeigte der Grunddurchgang-Sieger aber auch seine Klasse.

Eine schöne Kombination über Hager, Spurgeon und Mike Craig nutzte Letzterer zu seinem 26. Saisontor (31.). Villach gab zwar nie auf, zeigte Moral und verkürzte 5:03 Minuten vor der Schlusssirene sogar in Unterzahl noch einmal auf 4:5. KAC-Kapitän Christoph Brandner sorgte nach einer Einzelleistung in der Schlussminute dennoch für die späte Entscheidung. Für die Klagenfurter war es der vierte Sieg en suite.

Red Bull Salzburg - Vienna Capitals  6:4
Salzburg hat in einer packenden Partie im Salzburger Volksgarten in der "best of seven"-Halbfinalserie auf 3:2 gestellt. Der Meister ließ die Vienna Capitals nach einer 4:0-Führung zwar noch herankommen, siegte am Ende aber mit 6:4 (3:0, 1:2, 2:2) und könnte damit am Sonntag (18.00 Uhr) in Wien mit einem weiteren Sieg den Finaleinzug fixieren.

Die Salzburger begannen furios und wollten den 3.600 Zuschauern die 1:9-Schlappe vom Dienstag so schnell wie möglich vergessen machen. Schon nach 33 Sekunden fand Ryan Duncan die erste Chance vor, es dauerte aber doch bis zur 8. Minute, ehe der erste Torschrei durch Halle ertönte. Abid stellte nach einem Powerplay die verdiente Führung der Hausherren her, sechs Minuten später erhöhte Latusa ebenfalls aus einer Überzahl-Situation auf 2:0 und St. Pierre in der 18. Minute auf 3:0.

"Bullen" führten bereits 4:0
Als Duncan im Mitteldrittel nach 28:12 Minuten schon das 4:0 für die Red Bulls hergestellt hatte, dachte man schon an eine Umkehrung der Ereignisse und ein mögliches Debakel der Wiener. Doch die Caps tauschten Goalie Hauser gegen Penker und fassten sich ein Herz. Nur elf Sekunden später staubte Marcel Rodman zum 1:4 ab, weitere 90 Sekunden danach erzielte Rotter in der 30. Minute nach schöner Aktion das 2:4 und machte das Match wieder spannend.

Gleich nach der zweiten Pause gelang den Wienern der von ihnen erhoffte schnelle Anschlusstreffer. Nach dem 3:4 durch Larose hatten die Gäste plötzlich alle Chancen. Das Match entwickelt sich nun zu dem Schlager, den viele erhofft hatten. Latusa beruhigte die Salzburg-Fans in der 45. Minute kurzfristig mit dem Treffer zum 5:3, sechs Minuten später stellte Martin Oraze neuerlich den Anschluss-Treffer der Capitals her. Ein fürchterlicher Fehler nach Herausnahme des Torhüters durch Rotter ermöglichte Michael Schiechl die Chance zum Empty-Net-Tor, die sich dieser nicht nehmen ließ.

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