09.10.2021 10:00 |

In Wien mit dabei

Salzburger verhandeln bei Metaller-Löhnen mit

Mit Peter Marchl verhandelt ein Salzburger bei den wichtigen Lohnrunden der Metaller mit. Die Ergebnisse der Branche sind Jahr für Jahr richtungsweisend für die Verhandlungen der anderen Sparten. Heuer soll, im Gegensatz zu 2021, wieder ein sattes Plus heraus schauen. Marchl erklärt, wie man auf die Forderung von plus 4,5 Prozent kommt. Am Montag steht die zweite Verhandlungsrunde an.

Streik ist ein Wort, das Verhandler der Lohnverträge ungern in den Mund nehmen. Denn es ist die letzte Maßnahme um Forderungen Nachdruck zu verleihen. Derzeit finden die Verhandlungen der Metaller-Verträge statt und mittendrin ist der Arbeiterbetriebsratvorsitzende von Bosch in Hallein, Peter Marchl. „Wir fordern 4,5 Prozent mehr“, erklärt er. Der Prozent-Wert ist aber kein zufälliger.

Er ergibt sich aus der Inflation und dem Produktivitätszuwachs der vergangenen zwölf Monate. „Wir können nicht in die Zukunft schauen und greifen daher auf Zahlen zurück, die wir kennen“, so der Verhandler. Dabei kommt es auch nicht nur auf die nackten Zahlen an. Denn im Paket werden auch andere Elemente, wie etwa Arbeitszeitverkürzungen, mitverhandelt. Erfolge dabei verringern dann die Lohnsteigerung. Ein Vorteil für die Verhandler: Vollbeschäftigung. Die Arbeiter befinden sich in einer guten Verhandlungsposition.

Die Wirtschaft boomt wieder „und soll Gewinne an die Arbeiter und Angestellten weiter geben“, so AK-Präsident Peter Eder. Er selbst hat früher an den Metallerverhandlungen teilgenommen.

Felix Roittner
Felix Roittner
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