30.09.2021 13:41 |

Etwa 10 Hektar

Vulkaninsel La Palma ist durch Lava gewachsen

Die Vulkaninsel La Palma ist durch die sich ins Meer ergießende Lava bisher um etwa zehn Hektar gewachsen. Das um die 1000 Grad heiße flüssige Gestein härtet aus, sobald es ins nur 20 Grad warme Wasser des Atlantiks fließt, und schiebt so die Küste langsam ins Meer hinaus, wie auf einem am Donnerstag auf Twitter veröffentlichten Video des spanischen Forschungsinstituts CSIC zu sehen war. Es bildete sich eine kleine, etwa 500 Meter breite Halbinsel.

Die Lava hatte am Vortag, dem elften Tag des Vulkanausbruchs in der Cumbre Vieja, die Küste erreicht. Von einer zunächst befürchteten gesundheitlichen Beeinträchtigung der Bewohner durch giftige Gase, die beim Zusammentreffen von Lava und salzigem Meerwasser entstehen können, war am Donnerstag keine Rede mehr.

Dämpfe ziehen aufs Meer hinaus
Die Dampfwolken würden sehr schnell von einem kräftigen Wind aus Nordost aufs Meer hinausgetrieben, betonte Eugenio Fraile vom Spanischen Ozeanographischen Institut. Dennoch wurde die Ausgangssperre, die über vier nahe gelegene Ortsteile mit etwa 300 Bewohnern verhängt wurde, vorsichtshalber vorerst weiter aufrechterhalten, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete.

Lage nun wohl entspannter
Vulkanologen betonten, dass der Abfluss der Lava ins Meer die Lage auf der Insel etwas entspannt habe, da die Gefahr, dass sich die Lava an Land ausbreitet, gesunken sei. Bisher dürften rund 800 Gebäude zerstört oder beschädigt worden sein, die meisten davon Wohnhäuser, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“. Der Vulkan war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder aktiv geworden.

Flüge wieder möglich
Der Flugverkehr von und zur Insel konnte unterdessen wieder aufgenommen werden. Mehrere Fluggesellschaften wie Binter und Canaryfly kündigten für Donnerstag Flüge an.

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