03.10.2021 05:59 |

Ballern wie früher

„Metroid Dread“ wird ein Fest für Retro-Fans

Nintendo bringt am 8. Oktober einen neuen Teil seiner kultigen „Metroid“-Reihe heraus. In „Metroid Dread“ arbeitet man sich in klassischer Machart durch verwinkelte 2D-Levels, ballert als Kopfgeld-Raumfahrerin Samus Aran im Hightech-Anzug Aliens zu Brei - und muss sich diesmal einer ständigen Bedrohung durch fiese Roboter stellen. Wir haben bei Nintendo Österreich in den neuesten Teil hineingespielt.

Die Tiefen des parasitenverseuchten Alien-Planeten, auf den uns „Metroid Dread“ schickt, sind zweidimensional, aber beklemmend: Ein Labyrinth, in dem sich lange Gänge und Hallen an einander reihen, außerirdische Fauna lauert, Umweltbedrohungen unser Leben gefährden und obendrein noch eine Horde wildgewordener Forschungsroboter nach uns trachtet.

Zum Glück ist man als Samus Aran nicht völlig wehrlos: Im Hightech-Kampfanzug steuert sich unsere Heldin schön flott und präzise durch die 2D-Levels. Mit der direkten Steuerung lernt man schnell, nahende Alien-Flatterviecher mit einem gezielten Hieb zu parieren und ihnen mit Samus‘ Handkanone den Rest zu geben. Das Zielen geht leicht von der Hand.

Für Kämpfer, Forscher und Sammler
Mit der Zeit deckt man in „Metroid Dread“ mehr von der Karte auf, findet Anzug-Upgrades, öffnet verschlossene Türen - und kämpft sich durch ein immer größer werdendes Labyrinth. Das motiviert und befriedigt den Forschergeist.

Mehrphasige Bosskämpfe bieten dazwischen immer wieder eine Herausforderung. Für stete Spannung sorgt auch die Existenz der fiesen Roboter, die uns unverhofft angreifen - und mangels passendem Equipment in die Flucht schlagen.

Während die meisten Gegner vorgegebenen Routen folgen, durchstreifen die Roboter die Levels im Suchmodus, verfolgen den Spieler und tauchen dann unverhofft wieder auf. Nintendos Entwickler hauchen dem Spiel mit diesem Feature gekonnt Spannung ein, unterstreichen die beklemmende Atmosphäre, die so ein Parasitenplanet per se verströmt.

Hübsche und stimmungsvolle Grafik
Grafisch wird, obwohl es sich um einen Sidescroller handelt, auch etwas geboten. Vor allem in Bosskämpfen gibt es coole Zwischensequenzen. Animierte Story-Schnipsel im Comic-Look erzählen die Handlung. Samus selbst ist, wenn die Kamera näher heranzoomt, schön detailliert gestaltet und auch die Gegner passen gut in die extraterrestrische Welt.

Die Soundkulisse gefällt uns auch: Eigentümliche Schreie von Alien-Fauna fahren in Mark und Bein, Nintendo-typisch untermalt ein stimmungsvoller Soundtrack die düstere Stimmung. Außerdem gibt es ein fein abgestuftes Vibrations-Feedback der Nintendo Switch.

Beim Schwierigkeitsgrad traut man sich den Spieler durchaus zu fordern: Wer im Kampf nicht präzise blockt, Angriffe timed, Gegner-Schwachstellen identifiziert und schnell reagiert, wird oft den „Game Over“-Bildschirm sehen. Unfair ist „Metroid Dread“ dabei nicht - mit jedem Versuch lernt man etwas, die Tode, die man stirbt, sind Teil dieser Lernkurve.

Fazit: „Metroid Dread“ wird ein Fest für Freunde der alten 2D-Serienteile aus Super-Nintendo-Zeiten: Es spielt sich wie damals, nur schneller und intensiver. Es ist stimmungsvoll inszeniert, bietet in seiner Sci-Fi-Welt forderndes und actionreiches Gameplay, motiviert aber auch Forscher und Sammler. Das könnte nicht nur ausgewiesene „Metroidvania“-Fans zu mehr als einem Durchgang animieren.

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