Alexander Prass hat mit Sturm Graz das Double geholt, durfte bei der EM aufzeigen und sucht nun in Hoffenheim eine neue Herausforderung. Im Interview mit „Sportkrone.at“ hat der ÖFB-Teamspieler über seinen emotionalen Abschied aus Graz und seine Erfahrungen im Nationaldress gesprochen.
„Kronesport“: Du bist im Sommer von Double-Sieger Sturm Graz gekommen. Wie war der Abschied aus Graz, welche Emotionen kamen hoch?
Alexander Prass: Das war natürlich schon sehr emotional. Denn ich habe eine wunderschöne und vor allem erfolgreiche Zeit in Graz gehabt. Deswegen war der Abschied sicherlich nicht so leicht für mich. Aber ich wollte einfach den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen und habe mich aus diesem Grund ganz bewusst für einen Wechsel zur TSG Hoffenheim in die deutsche Bundesliga entschieden. Am Ende war es gut für mich, dass der Wechsel zur TSG recht schnell über die Bühne gegangen ist, weil ich mir dadurch nicht so viele Gedanken über meinen Abschied und meine tolle Zeit in Graz machen konnte.
Wie wurdest du in Hoffenheim empfangen?
Ich bin von der Mannschaft und allen anderen im Verein vom ersten Tag an richtig gut aufgenommen worden. Dieser herzliche und positive Empfang der ganzen Jungs in Hoffenheim hat mir meinen Start bei der TSG natürlich deutlich erleichtert und macht auch generell vieles andere einfacher.
Welche Erwartungen hast du für die neue Saison?
Wir haben eine gute Mannschaft, die gemeinsam sicherlich vieles erreichen kann. Dafür müssen wir unsere Ziele aber konsequent und fokussiert verfolgen. Nur wenn wir das hinbekommen, werden wir auch eine erfolgreiche Saison spielen.
Mit Florian Grillitsch spielt auch ein ÖFB-Kollege bei Hoffenheim. Wie sehr half er dir dabei, dich im Verein einzuleben?
Flo hat mich vor allem in den ersten Tagen ein bisschen an der Hand genommen, mir vieles gezeigt und erklärt. Aber er war nicht der einzige. Es waren wirklich viele Jungs aus der Mannschaft, die sofort aktiv ihre Hilfe angeboten haben. Das hat mir sehr imponiert und zeigt eben nochmal, wie gut ich in Hoffenheim aufgenommen wurde.
Wie hast du dich privat in Sinsheim eingelebt?
Privat werden wir uns dann richtig eingelebt haben, wenn wir demnächst unsere Wohnung bezogen haben – aktuell leben wir noch im Hotel. Aber trotzdem habe ich schon jetzt das Gefühl, hier in der Region gut angekommen zu sein.
Bei der EM gab es viel Licht und dann doch das bittere Aus gegen die Türkei. Wie fällt dein persönliches Fazit aus?
Für mich persönlich war die EM natürlich ein cooles Erlebnis, weil ich nicht wirklich damit gerechnet habe, schon bei diesem Turnier so viel Spielzeit zu bekommen. Aber auch als Mannschaft sind wir einen guten Weg gegangen, haben aus meiner Sicht ein super Turnier gespielt und sind letztlich dann auf sehr bittere Weise ausgeschieden. Im Großen und Ganzen kann man als Österreicher aber sicherlich stolz auf diese Europameisterschaft zurückblicken.
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