22.09.2021 13:37 |

Kontrollen stehen an

Gefälschte 3G-Nachweise: Polizei mit Aktion scharf

Bereits ab Donnerstag will die Polizei mit groß angelegten Kontrollen gegen gefälschte 3G-Nachweise - wie Tests oder Impfzertifikate - vorgehen. Der Start der Aktion scharf vor allem in der Gastronomie ist nach Informationen der „Krone“ für Wien und andere Landeshauptstädte geplant. Die Kontrollen werden von den Gesundheitsbehörden unterstützt. 

Vor allem über die Messengerdienste Telegram oder WhatsApp werden international, aber auch in Österreich gefälschte Corona-Schutznachweise angeboten. Für rund 100 Euro kann man sich einen auf den ersten Blick täuschend echten Impfpass besorgen. Viele vergessen dabei aber, dass gefälschte Testergebnisse oder Impfpässe als Urkundenfälschung gelten. Es drohen empfindliche Geldstrafen von mehreren Tausend Euro oder gar eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Hinzu kämen Verstöße gegen die Covid-Bestimmungen, hier sind bis zu 500 Euro Geldstrafe möglich.

Nehammer: „Tun Sie‘s besser nicht mehr“
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) riet den Nutzern von falschen Nachweisen: „Tun Sie‘s besser nicht mehr!“ Die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden „ist sehr hoch in Zukunft“, warnte Nehammer bei einer Pressekonferenz in Wien. „Das ist kein Kavaliersdelikt bei uns.“ „Wir haben allein in den letzten sechs Monaten an die 400 solcher gefälschter Dokumente festgestellt“, berichtete der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf. Er ortet eine höhere Dunkelziffer.

Der entsprechende Erlass zur Aktion scharf an die Landespolizeidirektionen aller Bundesländer gehe noch am Mittwoch hinaus, berichtete Ruf. Die Landespolizeidirektionen werden angewiesen, beginnend mit Donnerstag „Schwerpunktmaßnahmen in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden“ wahrzunehmen. Dafür werde eine entsprechende Zahl von Beamten eingesetzt. Auch das Bundeskriminalamt, die Landeskriminalämter und Bereitschaftseinheiten der Polizei sind involviert.

Verstärkte Kontrollen soll es in Zukunft täglich geben. Die Polizisten verwenden die App „GreenCheck“ mit ihren Diensthandys zur Überprüfung der 3G-Nachweise, erläuterte Ruf. Nicht nur QR-Codes für den Grünen Pass werden kontrolliert, auch klassische Impfpässe sowie amtliche Lichtbildweise.

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