100.000 Quadratmeter

Neues Betriebsareal in Regau sorgt für Unmut

Der Plan für ein neues Betriebsbaugebiet heizt nun auch in Regau den Wahlkampf an. Direkt neben der Westautobahn sollen in einem vom Hochwasser gefährdeten Gebiet rund 100.000 Quadratmeter stark geneigter Acker verbaut werden. Anrainer befürchten Erdaufschüttungen von bis zu zehn Metern

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„Uns wurde von behördlichen Fachleuten mitgeteilt, dass oberhalb der Siedlung kein einziger Meter mehr versiegelt werden sollte, da der tiefgründige Ackerboden wie ein Schwamm wirkt und Niederschlagspitzen aufnimmt. Und jetzt steht im Raum, dass über 100.000 Quadratmeter versiegelt werden“, schrillen bei einem Regauer die Alarmglocken.

„Tor zum Salzkammergut"
Neben der akuten Hochwassergefahr sieht er in den Plänen für das Betriebsbaugebiet im Moosgraben auch die Zerstörung des „Tors zum Salzkammergut“. Die Fläche ist stark geneigt und müsste bis zu zehn Meter aufgeschüttet werden.

Schon seit zwei Jahren Thema
ÖVP-Bürgermeister Peter Harringer ärgert sich, dass wenige Tage vor der Wahl das Thema nun doch aufkommt. „Es wird schon seit zwei Jahren darüber gesprochen. Fakt ist, es gibt für das Ansuchen beim Land für eine Umwidmung in Betriebsbaugrund einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einer Zerstörung der Natur zustimmen würde.“ Außerdem seien für das Projekt auch viele Verfahreng und Genehmigungen notwendig.

Extrem kritisch
Michael Reisecker, Bürgermeisterkandidat der Grünen, sieht das Projekt aufgrund des Flächenverbrauchs extrem kritisch: „100.000 Quadratmeter Grünland binden jährlich 1800 Tonnen CO2. Das entspricht dem Verbrauch von 200 Haushalten.“

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