16.09.2021 16:25 |

Erstes Bundesland

Corona-Ampel leuchtet in Salzburg rot

Erstmals seit Langem leuchtet die Corona-Ampel wieder rot. Betroffen ist diesmal das Bundesland Salzburg. Wie die „Krone“ vorab erfuhr, werden alle anderen Bundesländer von der Ampel-Kommission orange eingestuft mit Ausnahme des Burgenlands, wo die Corona-Ampel gelb leuchtet. 

Bei der für die Farbgebung nun wichtigen Risikozahl ist Salzburg als einziges Land über 100 und daher rot. Wien ist mit 91,5 auch schon gefährdet. Auf der anderen Seite sind Kärnten und die Steiermark nur knapp über der Grenze zum mittleren Risiko. Zuletzt hatte die Ampel-Kommission ganz Österreich Ende April 2021 auf Rot gesetzt, damals war vor allem Vorarlberg nach der Gastronomie-Öffnung von einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen betroffen gewesen. Seit Juli war der Großteil Österreichs grün eingestuft gewesen, was besonders auf die damals hohe Impfbereitschaft zurückgeführt wurde.

Burgenland auch bei Sieben-Tage-Inzidenz noch gut
Das Burgenland ist auch bei der risikoadjustierten Sieben-Tages-Bilanz, die neben der Fallzahl auch Faktoren wie Alter der Patienten bemisst, als einziges Bundesland unter dem Wert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Salzburg hat mit 223,3 hauchdünn vor Wien (223,1) den schlechtesten Wert.

Niedrig blieb vergangene Woche die Zahl der Tests mit Ausnahme Wiens, wo auf 100.000 Einwohner rund 54.000 Tests kamen. Zudem wird in der Bundeshauptstadt besonders oft der verlässlichere PCR-Test angewandt. Dies dürfte ein Hinweis darauf sein, warum in Wien die Zahl der asymptotischen Fälle mit 54 Prozent weit über dem Bundesschnitt von 36 Prozent liegt. Die anderen Länder sind im Test-Bereich bei 30.-40.000 - Ausnahme Tirol mit nur noch knapp 12.000. Abgeklärt wurden 63 Prozent der Infektionsfälle.

Krems und Braunau mit höchsten Werten
Die höchste Inzidenz hatte zuletzt Krems/Donau mit gut 346 vor Braunau mit 336. Gesamt lagen rund 15 Gemeinden über einer Inzidenz von 200. Der Bezirk Jennersdorf im Südburgenland hat mit rund 29 den besten Wert.

Dennoch dürften in Krems-Stadt nicht in absehbarer Zeit Ausreisekontrollen eingeführt werden, wie dies in Braunau ab Samstag, 0 Uhr, der Fall ist. Die Inzidenz ist zwar noch höher als in den oberösterreichischen Bezirk, ebenso aber auch die Quote der Vollimmunisierten. Laut dem Hochinzidenz-Erlass des Bundes, auf dem die Maßnahme in Braunau basiert, ist bei einer höheren Impfquote auch der Schwellenwert für die Inzidenz höher, ab dem die Ausreise-Testpflicht eingeführt wird. Diese Gefahr sieht das Gesundheitsministerium vorläufig für Krems nicht, ebenso wenig für andere Bezirke in Österreich.

In den vergangenen 24 Stunden sind in Österreich 2198 Corona-Neuinfektionen (Stand: Donnerstag, 9.30 Uhr) registriert worden. Vor einer Woche waren es 2356 neue Fälle. 14 weitere Menschen starben im aktuellen Vergleichszeitraum an einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der Patienten auf den Normalstationen ist um sieben zurückgegangen, auf den Intensivstationen kamen vier Patienten hinzu.

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