09.09.2021 21:28 |

Sechster in Zürich

Weißhaidinger „fällt kein Zacken aus der Krone“

Österreichs Leichtathletik-Star Lukas Weißhaidinger kam am Ende einer langen, für ihn so sensationell erfolgreichen Saison beim Finale der Diamond League in Zürich über den sechsten und letzten Platz nicht hinaus. Der 29-jährige Diskusrekordler, der heuer in Tokio mit Olympia-Bronze rot-weiß-rote Sportgeschichte geschrieben hat, erzielte im vierten Versuch seine Tagesbestweite von 63,20 m. Sieger wurde, wie erwartet, Olympiasieger Daniel Stahl (Sd) mit 66,49 m.

„Aber mit dem sechsten Platz fällt mir kein Zacken aus der Krone. Mit dieser Niederlage kann ich gut leben. Die Teilnahme am Finale war für mich noch ein Zuckerl am Ende der Saison. Die Olympia-Medaille strahlt so hell“, meinte Lukas Weißhaidinger, der Zürich in „allerbester Erinnerung“ behält. „Es war so richtig gut, wieder in einer vollen Bude zu werfen. Die Atmosphäre war großartig.“

Weißhaidinger hatte zum ersten Mal in seiner großen Karriere im legendären Letzigrund geworfen. Dies war sein vierter Start in einem Finale der Diamond League. Bei den anderen Finals war er aber - jeweils in Brüssel - besser gewesen: 2019 war er Zweiter, 2016 Dritter und 2018 Fünfter. Jetzt also Sechster! „Ich hatte auch etwas technische Probleme“, gestand der Oberösterreicher.

Nur zwei gültige Versuche
So hatte er neben seinen 63,20 m vor 20.000 Zuschauern nur noch einen gültigen Versuch mit 63,00 m. In den vier anderen Durchgängen hatte er alles riskiert, aber die Spannung nach Olympia war doch schon draußen, wie er selbst bekannte. So blieben ihm als kleiner Trost 2000 Dollar als Preisgeld. Seinen letzten Start in dieser Saison bestreitet der Oberösterreicher am kommenden Dienstag in Zagreb.

Die ganz großen Würfe blieben aber auch bei den anderen Athleten aus. Stahl erzielte seine 66,49 m im ersten Versuch, womit er neben der Diamond-Trophy die Siegprämie von 30.000 Dollar kassierte. Zweiter wurde Kristjan Ceh (Slo) mit 65,39 m vor Fedrick Dacres (Jam), der mit 65,33 m nur sechs Zentimeter zurücklag.

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

Olaf Brockmann
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