Weil er seiner 19-jährigen Stieftochter mit einem Brotmesser in den Hals gestochen hat, stand ein 60-jähriger Serbe in Innsbruck vor Gericht. Der Angeklagte beteuerte, er habe das Mädchen nicht verletzen wollen. Doch das Geschworenengericht entschied am Mittwoch anders: 15 Jahre Haft wegen Mordversuchs.
In Jogginghose saß der schmächtige Mann vor dem Geschworenengericht. „Ich habe bis zu meinem 60. Lebensjahr keine Gewalttat verübt - jetzt werde ich als gewalttätig dargestellt“, ärgerte sich der Angeklagte.
„Hatte nie vor, ihr wehzutun“
Doch er war bereits zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden, wegen Gewalt in der Familie. Kurz bevor er die Haft angetreten hat, soll er seine Gattin und deren Tochter im Auto attackiert haben. Durch den Fensterspalt habe er ihnen ein Brotmesser entgegengestreckt. Dabei kam es - so die Staatsanwaltschaft - zu der Stichverletzung am Hals der Stieftochter. „Ich hatte nie vor, ihr wehzutun“, beteuerte der Angeklagte.
Schwer verletzt hat er seine Stieftochter nicht, so der medizinische Gutachter. Aber: „Genau unter diesem Bereich befinden sich die großen Halsgefäße. Da hätte akute Lebensgefahr bestanden.“ Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müsste der Mann insgesamt 21 Jahre Haft verbüßen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.