Nach Graz und Linz

Kommt "Anti-Baby-Pille" für Tauben auch in Wien?

Wien
26.02.2011 16:25
Dank Verschmutzung durch Kot, Lärm und Geruchsbelästigung auf Balkonen und Terrassen sowie Beschädigung von Verputz an Gebäuden haben die rund 150.000 Tauben Wiens (und jene die sie füttern) keinen sonderlich guten Ruf. Nach Linz und Graz könnte nun die "Anti-Baby-Pille" für die Flugkünstler auch in der Bundeshauptstadt eingesetzt werden. Das Hormon-Präparat hemmt die Fortpflanzung und soll die Zahl der Vögel nachhaltig senken.

Im Moment versucht es die Gemeinde noch mit einer anderen Methode. Im Meidlinger Taubenkobel werden die Eier der Tiere durch Attrappen ersetzt (siehe Infobox). Dieser Versuch läuft heuer aus. Sicher ist, dass der Kobel alleine zu wenig ist. Tierombudsmann Hermann Gsandtner kann sich künftig eine Kombination beider Maßnahmen vorstellen. Also die Pille und mehrere Brutkobel über das ganze Stadtgebiet verteilt. "Das wird zu prüfen sein", so Gsandtner.

Taubenzahl nimmt nicht abrupt ab
Rund 150.000 Tauben gibt es laut einer Zählung in Wien. In manchen Grätzeln treten sie konzentriert auf und verursachen Probleme. Betroffene klagen über Schmutz, Staub und Lärm. Einige "Krone"-Leser fordern, das von der Firma Intech vertriebene Produkt selbst einsetzen zu dürfen. "Ich will eine Ausnahmebewilligung. Alles andere hat nicht funktioniert", so eine Bewohnerin aus der Landstraße.

Gsandtner rät Privatleuten jedoch davon strikt ab. "Das Mittel muss großflächig, mehrfach und koordiniert ausgestreut werden." Nur der Magistrat kann das. Die Taubenzahl nimmt dann auch nicht abrupt ab. Merklich spürbar wird es nach zwei Jahren.

von Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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