Nächtigungsminus

Polit-Zank um den Tourismus im Mittelburgenland

Burgenland
24.02.2011 15:34
"Die Nächtigungszahlen befinden sich auf Talfahrt", haben kürzlich SPÖ-Abgeordneter Erich Trummer und sein Amtskollege Manfred Kölly (LBL) über den Tourismus im Mittelburgenland unisono gewettert. Anders sieht das aber die Volkspartei: Die Lage habe sich 2010 stabilisiert.

SPÖ und Liste Burgenland forderten einen Neustart des Tourismusverbandes im Sonnenland. Der Grund: ein Minus bei den Nächtigungen von mehr als elf Prozent seit 2008. VP-Abgeordneter Rudolf Geißler will davon aber nichts wissen. Er deutet die Statistik nämlich anders: "2009 gab es zwar um zehn Prozent weniger Übernachtungen als im Jahr davor, 2010 betrug das Minus dann aber nur 1,2 Prozent. Die Tourismusentwicklung ist stabil." Obfrau Eva Stifter habe demnach wieder "aufgewirtschaftet".

Auffällig sei auch, dass bei den Gästeankünften einzig Kobersdorf und Horitschon einen Rückgang zu verzeichnen hätten. Geißler: "Ausgerechnet jene Gemeinden, deren Bürgermeister in der Vergangenheit im Verband Unruhe gestiftet haben."

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
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