Nach Raketenangriff
Israel fliegt stärkste Luftangriffe seit Gaza-Krieg 2009
In der Wüstenstadt Beersheva war am Mittwochabend erstmals seit zwei Jahren eine Rakete des Typs "Grad" in einem Haushof eingeschlagen. Die nebenan lebende Familie wurde nicht verletzt, weil sie nach dem Raketenalarm einen Schutzraum aufgesucht hatte. Militante Palästinenser hatten die Rakete abgefeuert, nachdem israelische Soldaten im Grenzbereich einen Palästinenser getötet und elf weitere verletzt hatten.
Ziel der nunmehrigen israelischen Luftangriffe war laut der Militärführung eine "Gruppe von Terroristen im nördlichen Gazastreifen", später seien "Terrorzentren" an der Mittelmeerküste bombardiert worden. Angaben zu Opfern der Angriffe machte die Armee nicht. Die israelische Regierung wies der Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, die Schuld für den Beschuss zu.
Siedlungspolitik erzürnt Palästinenser
Indes dringen nach dem Veto der USA im UN-Sicherheitsrat die Palästinenser weiter auf eine Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik durch die Vereinten Nationen. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) erklärte, sich im UNO-Sicherheitsrat und in der Vollversammlung erneut um eine entsprechende Resolution zu bemühen.
"Das amerikanische Veto wird uns nicht daran hindern, uns an die internationalen Institutionen zu wenden", sagte der Generalsekretär des PLO-Exekutivkomitees, Jasser Abed Rabbo. Die PLO habe entschieden, sich an die UN-Generalversammlung zu wenden, um eine Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik zu erreichen. Anschließend solle ein erneuter Anlauf im Sicherheitsrat gestartet werden.
Resolutionsentwurf wegen US-Veto abgelehnt
Die USA hatten ihr Veto gegen einen von den arabischen Staaten eingebrachten Resolutionsentwurf eingelegt. Trotz Unterstützung der 14 anderen Mitglieder des Sicherheitsrats wurde der Entwurf damit abgelehnt. US-Botschafterin Susan Rice sagte, die US-Regierung sei der Ansicht, dass die UNO der falsche Ort zur Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern sei. Zugleich betonte sie, dass Israel das Veto nicht als Rückendeckung für den Ausbau der Siedlungen in Ostjerusalem und im Westjordanland verstehen dürfe.
Israel dankte den USA für die Ablehnung des Resolutionsentwurfs. Die Entscheidung beweise, dass der einzige Weg zum Frieden über direkte Verhandlungen führe, erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Der von rund 130 Ländern unterstützte Resolutionsentwurf nannte die jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten illegal und ein großes Hindernis für einen Frieden in Nahost. Die Palästinenser erhofften sich von einer Resolution einen stärkeren internationalen Druck auf Israels Regierung.











Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.