"Jeden Cent"
Papandreou: Athen wird alle Schulden zurückzahlen
Die Gesamtverschuldung Griechenlands werde bis 2012 noch weiter steigen, sagte Papandreou. "Da sind längere Rückzahl-Fristen einfach realistischer. Und die Märkte schauen nicht so sehr auf bestimmte Termine, sondern darauf, ob ein Plan klug und erfüllbar ist."
Athen: Euro-Raum wird nicht verlassen
Auf die Frage, ob Griechenland für eine Zeit den Euro-Raum verlassen sollte, sagte Papandreou: "Nein, auch das macht keinen Sinn. Genauso wenig, wie es für Deutschland Sinn hätte, den Euro aufzugeben. Es würde die Banken zusammenbrechen lassen und damit auch die Wirtschaft."
Europa habe sehr viel davon, dass Griechenland Mitglied der Euro-Zone sei. Erstens kauften die Griechen viele deutsche Produkte und Dienstleistungen, was in Deutschland Arbeitsplätze sichere. Zweitens sei Griechenland ein Stabilitätsanker in der Region gerade mit Blick auf den Balkan und die aktuellen Turbulenzen in den arabischen Ländern rund ums Mittelmeer.
IHS: Griechenland wird sich erfangen
Auch IHS-Chef Bernhard Felderer geht davon aus, dass weder Griechenland eine Umschuldung braucht noch der Euro in Gefahr ist. "Die Griechen haben bis auf Kleinigkeiten alles erfüllt, was sie versprochen haben und die tiefsten Einschnitte gemacht, die es in Europa bisher gegeben hat", sagte Felderer am Mittwoch. Er sehe für Griechenland keinen Anlass zu besonderem Pessimismus. Andere Experten hingegen gehen davon aus, dass eine Umschuldung Griechenlands eine ausgemachte Sache ist.
Ein Austritt aus der EU oder ein Verlassen der Euro-Zone "wäre für Athen eine absolute Katastrophe", weil die Schulden weiter in Euro wären und sich in der schwächeren Nachfolgewährung wahrscheinlich verdoppeln würden, erklärte Felderer. Wenn, dann würde es bei Griechenland zu einer Fristerstreckung kommen.











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