21.07.2021 07:02 |

Gewinn nicht geteilt

Finalisten von Reality-Show streiten um Preisgeld

Finalisten einer deutschen Reality-Show hatten vor ein paar Jahren ausgemacht, dass sie sich das Preisgeld von 100.000 Euro teilen - egal, wer gewinnt. Doch der Sieger von „Get the f*ck out of my house“ weigerte sich, das Geld an seine Mitstreiter auszuzahlen. Nun landete der kuriose Fall vor Gericht.

Dutzende Teilnehmer kämpften im Jahr 2018 um einen verlockenden Gewinn: Dafür mussten sie mit anfangs 100 anderen Menschen ein Monat lang in einem Haus ausharren, das eigentlich nur für vier Personen ausgelegt war.

Die drei letzten Bewohner sollen schließlich einen Deal gemacht haben: Wie der nunmehrige Kläger behauptet, vereinbarten die Finalisten, dass der Gewinner den beiden anderen 20.000 Euro abgebe - so sollte niemand am Ende leer ausgehen. Die Absprache wurde mündlich getroffen.

TV-Sender: „Regeln haben Absprachen zugelassen“
Wer es am längsten dort aushielt, bekam am Ende 100.000 Euro. „Get the f*ck out of my house„ war ein Strategiespiel. Die Regeln haben Absprachen unter den Kandidaten zugelassen“, erläuterte dazu ein Sprecher ProSieben auf Anfrage. Der TV-Sender ist allerdings nicht in den Rechtsstreit involviert.

An diese getroffene Absprache, so der Vorwurf, habe sich der Gewinner nicht gehalten und bis heute nichts gezahlt, so der Kläger-Anwalt. Das Landgericht muss nun klären, ob es diese Absprache überhaupt gab und falls ja, ob dies dann ein rechtsgültiger mündlicher Vertrag war.

Bei der Aufklärung soll der dritte Finalist der Show helfen. Er ist als Zeuge geladen. Von „Get the f*ck out of my house“ (etwa: „Scher Dich bloß aus meinem Haus!“) gab es in Deutschland zwei Staffeln.

 krone.at
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