Sängerin Mathea hat zu den Drogen- und Gewaltvorwürfen gegen Musiker Christopher Seiler Stellung genommen. Es sei „erschreckend“, dass ihn immer noch viele als „Held“ feiern würden, schrieb sie in ihrer Story auf Facebook – und das „nur weil er zu seiner Tat steht“.
Ein Eingeständnis sei „das absolute Minimum“. Es mache ihn weder weniger schuldig noch relativiere es, was passiert sei. „Wie naiv manche Menschen ihre offensichtlich übergriffigen Idole feiern und verteidigen, ist für mich kaum zu begreifen und macht mich einfach nur traurig“, fuhr die Salzburger Sängerin (27) in ihrer Facebook-Story fort. „Auch Männer müssen Männer hassen.“
Sie sei wütend. „Innerhalb nur einer Woche werden zwei extreme Fälle von Gewalt und sexualisierter Gewalt gegen Frauen öffentlich und das sind nur die, die überhaupt an die Oberfläche gelangen. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie viele Fälle im Verborgenen bleiben (...)“, teilte Mathea ihren mehr als 16.000 Followerinnen und Followern mit. Viele der Männer, zu denen aufgeschaut werde, seien „problematisch“ und nicht wenige Täter.
Hier sehen Sie einen Auszug des Statements, das Mathea gepostet hat:
Darum geht es in den Vorwürfen
Wie berichtet, steht der 39-jährige Musiker Christopher Seiler, bekannt aus der Band Seiler und Speer, wegen Gewaltvorwürfen in der Kritik. Eine 30-jährige Frau wirft ihm eine Körperverletzung vor. Seiler soll angeboten haben, sie auf dem Heimweg von Dreharbeiten mitzunehmen, und sie dabei körperlich attackiert haben. Sie erstattete am 7. März Anzeige. Seiler nahm daraufhin in einem Video zu den Vorwürfen Stellung. Er gab zu, der Frau gegen ihren Willen Kokain auf die Lippen geschmiert zu haben. Es habe aber weder Gewalt noch einen sexuellen Übergriff gegeben. Seiler kämpft laut eigener Aussage mit Dämonen.
Während es von einigen Kolleginnen und Kollegen Kritik hagelte, stieß seine öffentliche Stellungnahme bei anderen auf Zustimmung. Sie sagten etwa, dass sie hoffen würden, dass Seiler auf einem guten Weg sei und Hilfe bekomme. Er werde eine mehrwöchige und professionell begleitete Therapie beginnen, teilte Seilers Management mit. Die juristische Aufarbeitung unterstütze man selbstverständlich.
Fall Fernandes
Bei dem zweiten Fall, den Sängerin Mathea ansprach, geht es vermutlich um Schauspielerin Collien Fernandes. Wie berichtet, wird ihr Ex-Mann Christian Ulmen verdächtigt, jahrelang Fake-Profile in ihrem Namen betrieben zu haben. Mit diesen kontaktierte er Männer, schickte ihnen zum Beispiel KI-generierte Nacktbilder.
Mathea ist unter anderem aus „The Voice of Germany“ (2016) bekannt. Seit 2018 veröffentlicht sie selbst Singles und Alben, darunter die bekannten Songs „2x“, „Chaos“ und „Tränen“ gemeinsam mit Rapper RAF Camora. Die Salzburgerin, die inzwischen in Wien wohnt, wurde auch mehrfach ausgezeichnet, darunter als „Songwriter des Jahres“ beim Amadeus Austrian Music Award (2019) und für den „Song des Jahres“ (Chaos, 2020).
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