Nur eine Tafel bei der Ortseinfahrt, mehr ist von der bedrohten Zwergohreule in Forchtenstein nicht zu sehen. Geld lässt sich mit dem scheuen Vogel keines verdienen. Mit neuen Bauplätzen hingegen schon. Deshalb soll nun ein Teil des als "Natura 2000" ausgewiesenen Gebiets und damit der Lebensraum der wenig beachteten Eule den Häuslbauern weichen.
700 Hektar - "Das muss reichen"
Über die Umwidmung ist man sich in der Amtsstube bereits einig. "Wir wollen den jungen Bürgern eine Möglichkeit geben, damit sie in der Gemeinde bleiben können", argumentiert SP-Ortschefin Friederike Reismüller. Und VP-Vizebürgermeister Josef Hammer ergänzt: "Forchtenstein hat ein 700 Hektar großes Naturschutzgebiet. Das muss reichen." Auch die Landesregierung habe keine Bedenken.
Den Plänen der Gemeinde wenig abgewinnen können nach wie vor die Grünen: "Es kann nicht sein, dass gerade im Burgenland, wo mit Naturschutz geworben wird, die damit zusammenhängenden Verpflichtungen nicht ernst genommen werden", wettert die Abgeordnete Christiane Brunner. Eine Beschwerde bei der EU wurde bereits angekündigt.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
Symbolbild









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