Emirate statt Bundesliga mit Bochum: Legionär Robert Zulj verrät im Krone-Interview, warum er sich für ungewöhnlichen Karriereschritt entschieden hat. Thema Nationalteam hat sich für den 29-Jährigen indes erledigt
Robert, du spielst ab sofort in den Emiraten für Al Ittihad Kalba. Wie kam es dazu?
Mein Berater hat mir Ende letzter Saison vom Interesse erzählt. Da wollte ich mich aber voll auf Bochum konzentrieren. Danach haben wir uns zusammengesetzt, und es hat gepasst.
Seit wann ist dir der Klub ein Begriff?
Ehrlich gesagt, habe ich mich erst in den letzten Wochen so richtig informiert.
Mit Peniel Mlapa spielt ein Deutscher dort. Hast du dich bei ihm erkundigt?
Genau, ich habe ihn ein bisschen ausgefragt. Er war überzeugt vom Projekt, was für mich sicher hilfreich war.
In Bochum hast du 33 Scorerpunkte gesammelt, bist aufgestiegen. War die deutsche Bundesliga kein Thema?
Natürlich schon! Bereits im Winter kamen Anfragen rein, ich wollte aber die Saison in Bochum zu Ende spielen. Da ich viele Jahre in Deutschland war, wollte ich aber etwas Neues probieren.
Was gab den Ausschlag?
Ich habe oft gelesen, dass es nur ums Geld ging. Wenn das so wäre, wäre ich nach China oder Russland gegangen. Dort gab es Interesse.
Lukrativer als in Deutschland ist es dennoch?
Die Topspieler hier könnten auch anderswo spielen. Es hat schon seinen Grund, warum sie hier sind. Du verdienst natürlich mehr als etwa in Deutschland.
Wie war das Feedback auf deinen Wechsel?
Meine engsten Begleiter wussten es natürlich schon. Viele Spieler haben sich gemeldet, der eine oder andere hat gemeint, er hofft auf eine ähnliche Chance.
Fürs Nationalteam wirst du dich in den Emiraten nicht mehr empfehlen können.
Ich hätte wahnsinnig gerne fürs Team gespielt. Wenn ich aber nach so einer Saison nicht mal auf Abruf stehe, dann hat Teamchef Foda wohl nicht gut hingesehen bei mir. Schade, das Thema ÖFB ist damit erledigt.
Christoph Nister, Kronen Zeitung
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