16.06.2021 12:15 |

Frühling war zu kalt

Beginn der Gelsen-Saison verzögert sich

Den Stechmücken in Wien war der Frühling heuer zu nass und zu kalt. Der Beginn der Saison dürfte sich demnach verzögern. Sorgen bereitet die zunehmende Verbreitung der Tigermücke: Diese kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum, wo sie auch als Krankheitsüberträger etwa von Chikungunya- oder Dengue-Viren bekannt ist. Sie ist im Gegensatz zu heimischen Gelsenarten auch tagsüber aktiv.

„Im Gegensatz zu früheren Jahren registriert der Stechmückenmonitor der Stadt Wien ein sehr geringes Aufkommen heimischer Gelsenarten“, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Stadt Wien. Doch der Verbreitung der Plagegeister kann man bereits jetzt entgegenwirken.

Wasseransammlungen vermeiden
Eine der wichtigsten Maßnahmen gegen die Gelsenplage ist es etwa, die Brutplätze zu reduzieren. Eine öffentliche Grünfläche, ein privater Garten oder ein begrünter Balkon- überall dort können kleinste Wasseransammlungen wie in Topfuntersetzern, Abdeckplanen oder Regentonnen schon zu Brutstätten werden. "Wichtig ist regelmäßig das Wasser an diesen Stellen zu entfernen, sodass sich erst gar nicht Gelsen aus den Larven entwickeln können, so Sabine Walser von der MA 24 - Landessanitätsdirektion.

Neben den heimischen Gelsen beobachten die Experten auch die Verbreitung der Tigermücke. „Derzeit besteht in Österreich kein Risiko sich anzustecken, da die Viren hier nicht endemisch auftreten und die Tigermücke nur über den Stich beim Menschen den Virus aufnehmen kann“, beruhigt Walser. In Ländern mit hohem Vorkommen - wie Italien oder Frankreich - wurden aber bereits Krankheitsübertragungen dieser Erreger im Wege infizierter Reiserückkehrer beobachtet (siehe Video oben).

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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