16.06.2021 08:10 |

Familienplanung

Klimaerwärmung senkt die weibliche Fruchtbarkeit

In der westlichen Welt haben Paare immer später den Wunsch, eine Familie zu gründen. Entsprechend steigt das Alter der Menschen bei der Geburt des ersten Kindes seit mehreren Jahren rasant an. Zusätzlich zum steigenden Alter können sich auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und Klimaerwärmung auf die weibliche und männliche Fruchtbarkeit auswirken.

Eine neue Studie der Harvard University untersuchte, inwieweit die Klimaerwärmung die weibliche Fruchtbarkeit reduzieren könnte. „Die Autoren fanden heraus, dass sich pro 1 Grad Temperaturerhöhung die Eierstockreserve um 1,6 Prozent erniedrigt. Folglich weisen die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass eine stetig zunehmende Klimaerwärmung das fruchtbare Alter bei Frauen reduzieren könnte“, erklärt Kinderwunschexperte Michael Feichtinger.

Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur
"Gerade in Ländern mit gemäßigten Temperaturen könnte dieser Effekt besonders stark sein, da hier die Bevölkerung an Hitze(-wellen) nicht gut angepasst ist. In Kombination mit dem immer späteren Kinderwunsch könnte eine zusätzliche Abnahme der Fruchtbarkeit durch die Klimaerwärmung für viele Paare Probleme bei der Verwirklichung ihrer Familienplanung bringen, sodass diese schlussendlich kinderlos bleiben. Sollte die Erderwärmung weiterhin zunehmen, könnte dies beträchtliche negative Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur und Geburtenrate haben.

“Aufgrund der derzeitigen Situation des Klimawandels rate ich jeder Frau, den Kinderwunsch nicht allzu lange aufzuschieben oder wenn dies momentan nicht möglich ist, an Vorsorgemaßnahmen wie das Einfrieren von Eizellen zu denken. Jedoch muss in Österreich dafür noch eine Gesetzesnovelle vollzogen werden, da Frauen ohne medizinischen Grund ihre Eizellen gesetzlich nicht einfrieren lassen dürfen", so Feichtinger.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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