Aufregung um Video

Streit unter Schülerinnen gipfelte in Schlägerei

Große Aufregung in der Mittelschule Hörsching in Oberösterreich! Ein Video, in dem eine Prügelei zwischen zwei Schülerinnen zu sehen ist, macht derzeit die Runde. In einem Brief an die Eltern bat die Schule, dass das Video von den Handys der Kinder gelöscht werden sollte. Auch die Polizei wurde hinzugezogen.

Zwei Schülerinnen prügeln sich am Sportplatz, Mitschüler stehen daneben, feuern die beiden Mädchen lautstark an. Handys werden gezückt, Videos angefertigt. Aber Hilfe holt niemand.

Diese Szenen sollen sich diese Woche genau so am Sportplatz in Hörsching abgespielt haben. Passiert war das alles zwar außerhalb der Unterrichtszeit und nicht am Schulgelände - trotzdem sorgt der Vorfall nun in der Mittelschule Hörsching für große Aufregung. Denn Anwesende hatte den Kampf zwischen den Schülerinnen gefilmt und in sozialen Medien verbreitet. Und jetzt macht das Prügel-Video klassenübergreifend auf den Handys die Runde.

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Nach dem Bekanntwerden der Verbreitung von dort entstandenen Videos hat die Direktorin der Schule vorbildlich reagiert und umgehend die Polizeiinspektion Hörsching eingeschaltet.

Bildungsdirektor Alfred Klampfer

„Wir sind von diesem Vorfall sehr betroffen“
Die Eltern der 160 Schüler wurden in einem Schreiben von den Vorkommnissen informiert. Darin heißt es unter anderem: „Wir sind von diesem Vorfall sehr betroffen! Von unserer Seite wurden bereits erste Schritte zur Klärung und Aufarbeitung unternommen. Bitte besprechen auch Sie mit Ihrem Kind, dass es wichtig ist, in solchen Situationen Hilfe zu holen und nicht tatenlos zuzusehen.“ Außerdem werden die Erziehungsberechtigten in dem Schreiben hingewiesen, dass das Verbreiten und Teilen solcher Videos verboten sei und diese von den Handys der Kinder gelöscht werden sollten.

Anzeige erstattet
Seitens der Landespolizeidirektion Oberösterreich wurde auf „Krone“-Anfrage bestätigt, dass die Schule Anzeige wegen einer Schlägerei bei der Polizeiinspektion Hörsching erstattet hatte. Doch als die Polizisten am Vorfallsort eintrafen, war kein Kampf mehr zu sehen. Pressesprecher David Furtner dazu: „Es hat dann keine Amtshandlung unsererseits gebraucht.“

Schule wird alles mit Betroffenen aufarbeiten
In der Schule selbst wird man in den nächsten Tagen das Gespräch mit den betroffenen Schülern suchen und versuchen, Lösungen zu finden. „An der Schule wird der Vorfall mit allen Beteiligten aufgearbeitet, unter Einbeziehung sämtlicher Präventionsmaßnahmen und pädagogischer Möglichkeiten“, nimmt auch Bildungsdirektor Alfred Klampfer Stellung.

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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