17.05.2021 08:30 |

Corona-Regeln

Droht Bodenseeregion um Pfingsten „totales Chaos“?

Andere Länder, andere Corona-Regeln: In der Bodenseeregion rund um Vorarlberg kocht jedes Land sein eigenes Süppchen, entsprechend schwerfällt es da, den Überblick zu behalten. Angesichts des nahenden Pfingstwochenendes befürchten deutsche Tourismusvertreter, dass das „totale Chaos“ ausbrechen werde. Der Weg zurück zur Normalität ist einer mit vielen Kurven und Abzweigungen.

Seit vergangenen Donnerstag kommen Lindauer wieder zum Einkehren nach Bregenz, Vorarlberger füllen seit Freitag beim Diskonter in Lindau den Kofferraum. Der kleine Grenzverkehr normalisiert sich langsam und von Tag zu Tag werden es weniger, die an der Grenze gestoppt werden, weil sie dort erst noch das notwendige „Pre-Travel-Clearance-Formular“ für die Einreise nach Österreich ausfüllen müssen. Das wäre eigentlich vorher online zu erledigen gewesen.

Nur sporadische Kontrollen
Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein, wo Handel und Gastronomie schon längere Zeit offen haben, handhaben die Einreise hingegen weit weniger streng als ihre Nachbarn, kontrolliert wird an den Grenzen ohnehin nur sporadisch. Es wundert also nicht, dass so mancher ob der unterschiedlichen Bestimmungen und Umsetzungspraktiken den Überblick verliert.

Verwirrung um Regeln
Besonders verwirrend ist die Lage bei unseren deutschen Nachbarn, wo je nach Bundesland und Landkreis andere Regeln gelten. In Konstanz hat etwa - genauso wie in Lindau - seit einigen Tagen die Außengastronomie wieder geöffnet. In Friedrichshafen hingegen sind die Gastronomiebetriebe noch gänzlich geschlossen.

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Der Gast geht da hin, wo er hingehen darf. Wenn‘s blöd läuft, gibt das ein totales Chaos. Dann hat man genau das, was man nicht wollte - nämlich viele Menschen am gleichen Ort.

Horst Müller

Horst Müller, Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands für den Landkreis Friedrichshafen, schwant Böses: „Der Gast geht da hin, wo er hingehen darf. Wenn‘s blöd läuft, gibt das ein totales Chaos. Dann hat man genau das, was man nicht wollte - nämlich viele Menschen am gleichen Ort.“ Vor allem die Bindung der Öffnungsschritte an eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner löst auf deutscher Seite Kritik aus.

„Flucht“ ins Ländle
Die Lage ist in der Tat reichlich absurd: Die meisten Freiheiten gibt es just in jener Region, welche im Bodenseeraum die höchste Inzidenz aufweist - nämlich Vorarlberg. Über Pfingsten werden wohl viele Deutsche ins Ländle „flüchten“, insbesondere die Bregenzer Gastronomie dürfte trotz der mäßigen Wetterprognosen regelrecht gestürmt werden.

 Vorarlberg-Krone
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