10.05.2021 06:55 |

„Krone“-Kolumne

So wurde Max Verstappen zur „leichten Beute“

Optimistisch war Red Bull Racing in den Grand Prix von Spanien gegangen, musste dann aber miterleben, wie Lewis Hamilton seinen fünften Sieg in Serie auf dem Circuit de Catalunya feierte - das schaffte auf derselben Rennstrecke in der Formel-1-Geschichte bisher nur Ayrton Senna in Monaco. Und Max Verstappen wurde zur „leichten Beute“. Eine Kolumne von Richard Köck.

Nach einem spektakulären Start überholte Max Verstappen zwar den Mercedes-Superstar, doch der erste Boxenstopp ging daneben. „Es gab einen Kommunikationsfehler zwischen Max und seinem Renningenieur“, klärte Motorsportchef Helmut Marko auf. „So kam Max völlig unerwartet eine Runde zu früh herein. Von daher war der Stopp in vier Sekunden sensationell.“

Marko: „Konnten nur mehr hoffen“
Und als Hamilton dann zum zweiten Reifenwechsel stoppte, zwang man Red Bull zur schwierigeren Einstopp-Strategie. „Daher haben wir nur mehr hoffen können, dass es sich für Max ausgeht. Aber wir haben gesehen, dass Mercedes vom Rennspeed her deutlich schneller war als wir. Und wir wollten das Risiko, Max noch einmal an die Box zu holen, nicht eingehen. Weil dann wäre er auch noch hinter Valtteri Bottas wieder auf die Strecke gegangen“, fasste Marko den taktischen Poker von Barcelona zusammen und sagte: „Gegen so eine Überlegenheit und so einen Topfahrer wie Hamilton kannst du nicht ankämpfen.“

Verstappen selbst war nach Platz zwei enttäuscht. „Ich habe alles versucht, aber wir waren auf dem ,Medium‘ einfach langsamer. Und als Lewis zum zweiten Stopp anhielt, wusste ich, dass es vorbei ist, dass ich leichte Beute sein werde.“

So richtet man bei den „Bullen“ schon den Blick auf den Klassiker in Monte Carlo in vierzehn Tagen. „Wenn wir unsere Quali-Stärke ausspielen können, wird’s dort leichter sein, vorne zu bleiben“, sagte Marko, der Updates dann für Baku versprach.

Richard Köck
Richard Köck
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